"Ein Juwel, der weit strahlt"

Schocken Das ehemalige Kaufhaus ist jetzt Staatliches Museum für Archäologie

Es ist eröffnet: "Ein Juwel, der weit strahlt" - dieser neue Beiname fürs vormalige Kaufhaus "Schocken" klang gleich ein paar Mal an am Donnerstag. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich sprach davon und Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium ebenso. Die Rede ist vom neuen Staatlichen Museum für Archäologie, das seine Macher um Direktorin Sabine Wolfram kurz "smac" nennen. 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Sachsen werden hier gezeigt: "Es bedurfte etwas Herausragendem, um dieses Haus wieder mit Leben zu füllen - mit dem smac ist das gelungen", war Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hochzufrieden: "Form und Inhalt finden beeindruckend zueinander." Die Promi-Dichte an den zwei Eröffnungstagen am Donnerstag (mit offiziellem Festakt) und Freitag (mit Zugang für alle Chemnitzer) war beträchtlich - und ja: Das smac lohnt sich. Kaum lassen sich alle Highlights aufzählen, die hier hochmodern, multimedial und interaktiv präsentiert werden: Ein gläserner Neandertaler, ein Scherbenkabinett, die Schatzkammer des Staatsarchivs mit ihren alten Karten und Urkunden, eine Schiefertafel mit Pferdedarstellung als Sachsens ältestes Kunstwerk, Tausende Jahre alte Holzbauten, die Alltagswand und nicht zuletzt: die Sachsen-Skulptur, die vom Erdgeschoss bis in die dritte Etage durchs Haus schweben kann. Auch die Erkerbereiche, die sich den einstigen Erbauern dieses Hauses, Kaufhaus-Magnat Salman Schocken und Architekt Erich Mendelsohn, widmen, werden ihre Fans finden - die 30 Nachfolger der Familie Schocken, die der Wiedereröffnung des Hauses beiwohnten und sich gestern ins Goldene Buch der Stadt eintrugen, sind die ersten. Es wird Zeit brauchen, diese Fülle in ihrer ganzen Dimension zu fassen. "Besucher wird's auf jeden Fall in Mengen geben", ist sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sicher - dieses Wochenende kommen sie jeweils zwischen 10 und 18 Uhr umsonst ins "smac".

 
erschienen am 17.05.2014 (vtz)
© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
 


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