Preßnitztalradweg freigegeben

Fertigstellung Brücken zwischen Streckewalde und Niederschmiedeberg

Das Thermometer zeigte radfahrtaugliche 14 Grad Celsius an, als Großrückerswaldes Bürgermeister Jörg Stephan am Dienstagmittag zur Eröffnung des rekonstruierten Preßnitztalradweges anreiste. Passend zum Anlass war er dabei mit dem Fahrrad zur Brücke in der Hirschleithe gekommen. In seiner Rede, die er als Gedicht in Mundart vortrug, umriss er den Bauablauf in humoristischer Form. Seit dem Jahr 2012 wurde im Auftrag der Gemeinde Großrückerswalde der beliebte Radweg, der genau zwischen Annaberger Landring und Zschopautalradweg liegt, saniert.

Kernpunkt der Aktion war die Sanierung der 15 Brücken, die der acht Kilometer lange Weg zwischen Streckewalde und Niederschmiedeberg nutzt. Der Radweg verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse der Schmalspurbahn. Im Bereich der Brücken war bisher immer noch der Unterbau des alten Gleisbettes verwendet worden. Der wurde nun erneuert, außerdem wurden die Brücken auf 2,10 Meter verbreitert. Darauf liegt nun ein witterungsbeständiger Belag aus sogenanntem Reluma-Kunststoff, ein Recyclingprodukt, das im Ortsteil Hirschleithe hergestellt wird. An Stelle der früher verwendeten Holzbohlen soll dieser auch bei Regen besser befahrbar sein. Die gesamte Maßnahme hat 900.000 Euro gekostet. Die Gemeinde zahlte davon 120.000 Euro Eigenanteil, der Rest konnte aus Fördermitteln finanziert werden. Dafür ist der Bürgermeister sehr dankbar, denn für die kleine Gemeinde ist die Summe schon enorm. "Das Preßnitztal ist ein landschaftliches Kleinod, es ist für mich eines der schönsten Täler im Erzgebirge. Es freut mich, wenn wir das unseren Gästen mit so einem hochwertigen Radweg näher bringen können und sie so für die Region begeistern.", begründete er das große Engagement.



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