Die Helden der Kindheit

Filmfestival 103 Filme und ein "Ehrenschlingel" für Gojko Mitic

Die Helden der Kindheit, meist lachten sie uns von der Leinwand entgegen. Im Großformat waren die Prinzessinnen schöner, ritten Indianer schneller, segelten Entdecker weiter. Einer von ihnen war Gojko Mitic, der als "DEFA-Indianer" vor allem in den 1960er und 70er Jahren zum Star wurde. Der inzwischen 72-Jährige Schauspieler erhält am Dienstag den Ehrenschlingel für sein Schaffen, den er in Chemnitz persönlich entgegennehmen will.

Das Kinder- und Jugendfilmfestival Schlingel ehrt damit einen alten Helden vieler Kinofans - und zeigt zugleich innerhalb eines einwöchigen Programms neue Filme und Gesichter des internationalen Kinos. 103 Filme aus 39 Ländern laufen vom 15. bis 21. Oktober über die Leinwände im Chemnitzer CineStar, darunter zahlreiche Premieren. Der Schlingel gehört mit diesem Programm im inzwischen 17. Jahr seines Bestehens nicht nur zu den festen Größen im Veranstaltungskalender von Chemnitz und Region, sondern vieler Filmemacher- und Freunde weltweit. Wieder werden Filme im Wettbewerb gezeigt und mit Preisen im Wert von insgesamt 30.000 Euro prämiert. "Kontinentweit einzigartig ist dabei der Europäische Kinderfilmpreis, der von der Europäischen Kinderjury, bestehend aus 18 Kindern mit neun verschiedenen Nationalitäten, vergeben wird", weiß Christin Franz vom Kinder- und Jugendfilmdienst e.V., der das Festival organisiert.

Neu in diesem Jahr ist die Verleihung eines Preises durch das Goethe-Institut. Aus dem "Blickpunkt Deutschland" wählt das Institut erstmals in seiner Geschichte einen deutschen Jugend- oder Kinderfilm, der den Werten von Freiheit, Toleranz und gegenseitigem Verständnis der Kulturen verpflichtet ist. Das Goethe-Institut übernimmt die Untertitelung des Films in mindestens fünf Sprachen und zeigt ihn in seinem weltweiten Netzwerk.



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