Ein Geburtstag, neun Leben

Kino Premiere für Dokumentarfilm von Beate Kunath

Für die meisten Chemnitzer sind die Partnerstädte ihres Wohnortes wenig mehr als Plaketten und Lampen im Park. Filmerin Beate Kunath nahm die Institution Partnerstadt zum Anlass, die Menschen der teils fernen Orte kennenzulernen. Dazu begab sie sich auf die Suche nach Frauen, die am selben Tag geboren wurden wie sie selbst - am 18. September 1967 - und hielt die Besuche bei ihnen in einem 96-minütigen Dokumentarfilm fest. "Dieser eine gemeinsame Tag" heißt das Ergebnis und feiert nach rund fünfjähriger Entstehungszeit am Donnerstag um 18 Uhr Premiere im Clubkino Siegmar. Es sei ein unaufgeregter Film geworden, erklärt Kunath. Sie habe versucht, die Frauen zueinander ins Verhältnis zu setzen, ohne zu vergleichen, wollte schauen, wie es ihnen geht, Wendepunkte in den Leben der neun Porträtierten finden. Vier Tage begleitete die Filmemacherin jede von ihnen, stellte, teils mithilfe von Dolmetscherinnen, allen die gleichen Fragen. Manchmal sei die Arbeit durch die Sprachbarriere schwierig gewesen, zuweilen hört sich die Suche nach passenden Teilnehmern selbst nach filmreifem Stoff an. Doch nicht zuletzt dank der Unterstützung der Stadt Chemnitz konnte Beate Kunath ihre Idee verwirklichen und die Teilnehmerinnen zur morgigen Premiere einladen. Acht von ihnen werden dabei sein und Chemnitz kennenlernen, das manche von ihnen erst einmal auf der Karte suchen mussten. mch/vtz



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