Sachsen beherbergt 2.600 Schmetterlingsarten

Natur Falter-Experten tagen in Chemnitz

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Der Trauerspanner einer der etwa 370 Spannerarten in Mitteldeutschland. Schmetterlingskundler aus ganz Sachsen treffen sich am Samstag in Chemnitz zum Austausch. Foto: Steffi Hofmann

Sie haben einen kleinen, dünnen Körper mit vier großen, oft farbigen oder bunten Flügeln. Auf denen befinden sich teils Millionen kleiner Farbschuppen, die wunderschöne Muster bilden und manchmal leuchten wie Edelsteine. Schmetterlinge faszinieren nicht nur Kinder, sondern auch Wissenschaftler in der ganzen Welt. Ein Teil von ihnen kommt am Samstag nach Chemnitz, zur 15. Jahrestagung der Schmetterlingskundler Sachsens.

Erwartet werden bis zu 40 Berufs- und Freizeitforscher, die in der Fachsprache Lepidopterologen heißen. Ein wichtiges Ziel des Treffens sei es, die Zusammenarbeit unter den Schmetterlingsexperten zu fördern, um so dem Artenschwund effizienter entgegenwirken zu können. Zehn Prozent der heimischen Schmetterlinge sind vom Aussterben bedroht. "Man kann nur schützen, was man kennt", sagt der Sven Erlacher, wissenschaftlicher Mitarbeiter und verantwortlich für die Insekten am Museum für Naturkunde Chemnitz. Er ist einer der Organisatoren der Tagung. Hauptthemen derer sind weiterhin die Entwicklung von Online-Projekten sowie die Fotografie von Schmetterlingen.

Allein in Sachsen gibt es mehr als 2.600 Schmetterlingsarten, über die zum Teil erst sehr wenig bekannt ist. Erst im vergangenen Herbst wurde eine neu entdeckte Art bekannt - zu Ehren des Chemnitzer Künstlers und Gründers des Anasages Theaters haben Biologen vom Museum für Naturkunde der neuen Schmetterlingsart seinen Namen gegeben - "Hilmars Steinspanner". Der an Gestein lebende und angepasste Schmetterling wurde in Sammlungsmaterial aus Zentralasien gefunden, verwandte Arten gibt es jedoch auch bei uns.