Sie wollen die gestohlene Zeit zurück

Premiere "Momo" im Figurentheater Chemnitz

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Drei Freunde erinnern sich an ihre Zeit mit Momo - ab Samstag im Figurentheater. Foto: Dieter Wuschanski/Theater Chemnitz

Zu viel zu tun und zu wenig Zeit! Stress! Aaaargh! Schon vor über 40 Jahren hat Romanautor Michael Ende über die "gestohlene Zeit" geschrieben. Die Symptome, die er in "Momo" beschrieb, sind heute vielleicht noch viel ausgeprägter und so nimmt es wenig Wunder, dass sein modernes Märchen immer neue Adaptionen erlebt.

Zu einer aktuellen Inszenierung kommt es nun auch im Chemnitzer Figurentheater. Die drei Freunde Franco, Massimo und Maria treffen sich in dieser Fassung als Erwachsene wieder, auf dem Weg nach Hause. Ihre Koffer sind vollgepackt mit Figuren, Objekten, Materialien. Und sie selbst tragen viele Erinnerungen mit sich herum an die Zeit mit Momo: Wie die Erwachsenen sich die Zeit stehlen ließen. Wie Momo, das fremde Mädchen, mit ihrer Offenheit und Wärme die Herzen der Menschen aufschloss. Wie sie den Kampf mit den Grauen Herren aufnahm, den Zauberer Hora suchte, die Schildkröte Kassiopeia um Hilfe bat.

Kotti Yun, in Chemnitz seit ihrem Debüt in "Fliegende Hunde" bekannt für ihr fantasievolles Spiel, darf mit "Momo" nun ihre erste Regiearbeit im Figurentheater hinlegen. Gemeinsam mit den Spielern Mona Krueger, Tobias Eisenkrämer und Felix Schiller entwickelte sie ihre Inszenierung, geeignet für Kinder ab vier Jahren, nah an Michael Endes Roman.

Am Samstag gibt es die - bereits ausverkaufte - Premiere, am Sonntagnachmittag, 16 Uhr folgt gleich die nächste Vorstellung. Und für die gab es bei Redaktionsschluss noch Karten.



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