Uni ruft: Zeigt her Eure Füße!

Forschung Die TU testet Männer mit Schuhgröße 43, auch BLICK-Reporter Volker Tzschucke

Ein Eintrag im Internet: Für eine Studie sucht die TU Chemnitz Männer mit Schuhgröße 43 - das ist genau meine. Also verabrede ich einen Termin mit Sportwissenschaftlerin Anna Dannemann, die den Test durchführt. Ein Labor in der Reichenhainer Straße: Braune Businessschuhe stehen hier - äußerlich alle ziemlich ähnlich. "Probieren Sie die bitte der Reihe nach an - am besten so, wie Sie es im Schuhgeschäft tun würden", fordert mich Dannemann auf. Also: Eigene Schuhe ausziehen, reinschlüpfen ins erste Paar, zubinden, ein wenig rumlaufen. Die Schuhe drücken an den Hacken, die Sohlen fühlen sich auch eigenartig an. Das muss ich dann in einem elektronischen Fragebogen mittels Touchpad vermerken - und schon geht's weiter mit dem nächsten Paar. Sitzt besser. Beinahe gemütlich. Vier paar Schuhe teste ich so durch, am Ende soll ich mich für ein Favoritenpaar entscheiden. "Wir wollen etwa 100 Chemnitzer Männer auf diese Weise testen", berichtet Studienleiter Christian Maiwald, Juniorprofessor am Institut für Sportwissenschaft. Das sei aber nur die Vorstudie für ein größeres Projekt, das im Winter in zehn deutschen Großstädten stattfindet: "In Chemnitz testen wir, wie die Versuchspersonen mit den Geräten und den Fragen zurechtkommen." Bei der Großstudie gehe es dann für einen Schweizer Hersteller und dessen Entwicklungspartner darum, wie Innovationen beim Kunden ankommen: "Wir wollen herausfinden, ob Kunden diese Neuheiten auch als angenehm empfinden." Dabei gehe es um Schuheigenschaften wie die Flexibilität der Sohle oder die Steifigkeit des Obermaterials und die Frage: Bemerken die Kunden überhaupt Unterschiede? Männer mit Schuhgröße 43 sind deshalb weiterhin gern als Testpersonen gesehen: Anmeldung über www.tu-chemnitz.de/schuh/