Bergparaden sind jetzt Kulturerbe

Anerkennung Bewahrung bergmännischer Tradition

bergparaden-sind-jetzt-kulturerbe
Ray Lätzsch (li.) legt genauso großen Wert auf den Erhalt der Tradition, wie Vereinsmitglied Peter Neef (li.) - beide gehören zur Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade". Foto: R. Wendland

Schneeberg. Die Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen sind in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Antrag wurde vom zuständigen Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission bewertete und durch die deutsche Kultusministerkonferenz einstimmig angenommen. Damit wird die identitätsstiftende, lebendige Bewahrung bergmännischer Tradition in Sachsen gewürdigt. Und das sowohl vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des sächsischen Montanwesens, als auch im Hinblick auf das Engagement der Vereine zum Erhalt des Brauchtums. Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine sieht darin eine Würdigung des Wirkens aller ehrenamtlich in den Mitgliedsvereinen engagierten Bergkameraden. Ray Lätzsch ist Vorsitzender der Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade" und stellvertretender Vorsitzender des Sächsischen Landesverbandes. Er erklärt: "Wir sind als Landesverband stolz darauf, dass wir den Titel, den wir nicht allein errungen haben, sondern zusammen mit den Mitgliedsvereinen, verliehen bekommen haben." Es sei dem leider schon verstorbenen Arbeitsgruppenleiter Öffentlichkeitsarbeit, Jochen Rosenberger, zu verdanken. "Es ist sein Verdienst. Er hat einen großen Anteil daran. Er war es, der die gesamte Ausarbeitung realisiert hat", erzählt Ray Lätzsch. Die Anerkennung jetzt sei die Würdigung seiner Arbeit. Die Anerkennung ist Ehre und Verpflichtung zugleich, die lebendige Pflege der Tradition auch in der Zukunft zu bewahren und weiterzugeben an nachfolgende Generationen.



Bewerten Sie diesen Artikel:2 Bewertungen abgegeben