Die Reifendreher zeigen ihr Handwerk in Tokio

Vorführung Christian und Andreas Werner aus Seiffen packen schon jetzt für Japan

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Christian und Andreas beim Bau der Drechselbank, mit der sie Schauvorführungen in Tokio leisten werden. Foto: Jan Görner

Seiffen. Bis Ende April muss alles fertig sein. Dann geht die Kiste mit der Reifendrechselbank und dem Fichtenholz im Hamburger Hafen auf die Reise nach Japan. Mitte Juli präsentieren Christian und sein Sohn Andreas Werner im Meguru-Ku-Museum ihr Handwerk.

Seit vielen Jahren ist der Markt in Japan für die Erzgebirger sehr wichtig. Etwa 25 Prozent ihrer Produkte liefern die Seiffener in das Land der aufgehenden Sonne. Dabei verlassen sie sich ausschließlich auf das Unternehmen Niki Tiki. Der Großhändler mit Hauptsitz in Tokio hat den Besuch vermittelt.

Vorbereitung für die Reise ist nicht einfach

Aufgefallen war die Manufaktur der Werners den Museumsmitarbeitern im Stadtteil Meguru durch TV-Sendungen und Veröffentlichungen in Zeitungen. "Sie möchten, dass ihre Gäste ganz authentisch sehen, wie die Produkte entstehen und vor allem, was für Menschen dahinter stecken", sagte Christian Werner.

Vor allem die technischen Vorbereitungen gestalten sich nicht ganz einfach. Schließlich müssen Vater und Sohn eine neue mobile Drechselbank dafür bauen. Diese muss den Kräften trotzen, die bei der Rotation der schweren Baumscheiben entstehen. Außerdem muss das Holz auch nach den 50 Tagen auf See im Container noch feucht genug für die Bearbeitung sein. Daher wird jede Fichtenholzscheibe einzeln eingeschweißt.

Botschafter aus dem Erzgebirge

Die Reise und die Chance auf die Vorführungen sind für Christian und Andreas Werner nicht nur eine Ehre. "Wir sind quasi Botschafter des Erzgebirges und haben die Möglichkeit, zu zeigen, dass viele im Erzgebirge etwas Tolles machen", sagte der 58-Jährige.


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