Erstes Studio für elektronische Muskelstimulation

Gesundheit Ex-Fußballer eröffnet Fitnessstudio in Stollberg

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Daniel Rupf aus Stollberg mit einem Gerät für elektronische Muskelstimulation. Foto: Georg Dostmann

Stollberg. Heutzutage ist es nicht nur im Trend, körperlich fit zu sein, sondern auch erforderlich, um im Job gut mithalten zu können und nicht allzu oft krankheitsbedingt auszufallen. Daniel Rupf ist der Meinung, dass viele Unternehmen zu wenig für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter tun. Aus diesem Grund hat der 34-Jährige Mitte Januar in der Pfarrstraße in Stollberg ein Studio für elektrische Muskelstimulation (kurz: EMS) eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem man mit Hilfe elektrischer Impulse trainiert.

Der leidenschaftliche Fußballspieler lernte diese Trainingsart vor etwa zehn Jahren kennen, als er in der Regionalliga bei Sachsen Leipzig spielte. Sein damaliger Trainer Dirk Heyne hat einmal wöchentlich ein Training mit EMS durchgeführt. Auch beim VFC Plauen, der nächste Verein in seiner Sportlerlaufbahn, baute die Muskelstimulation ins Training ein. "Schon damals hab ich gemerkt, dass das Training mit EMS deutlich effektiver ist", sagt Daniel Rupf.

Im Laufe der Zeit zog er sich sehr viele Verletzungen zu und fragte sich immer wieder, wie es beruflich nach seiner Fußballerkarriere weitergehen soll. Deshalb hat er, während er für den VFC Plauen spielte, von 2011 bis 2013 noch ein Fernstudium "Sportmanagement" absolviert. Anfang letzten Jahres ist er zum VFB Auerbach gewechselt und wurde im Sommer sogar zum Kapitän ernannt. Die Spielergage bei dem Amateurverein reicht allerdings nicht zum Leben, weshalb er sich nun hauptberuflich mit EMS in Stollberg selbstständig gemacht hat.

Das Studio ist auf Firmen und Vereine spezialisiert, das Training kann jedoch auch vor Ort im jeweiligen Unternehmen durchgeführt werden. Bei der EMS bekommen die Kunden eine elektrodenversehene Weste, die zusätzlich Arm- und Beinelektroden enthält und an ein EMS-Gerät angeschlossen wird. Danach trainiert der Kunde unter Anleitung eines Personaltrainers.

"Klare Vorteile der EMS für Arbeitgeber sind gesenkte Kosten durch weniger Krankschreibungen", sagt Daniel Rupf. Es reicht eine 20-minütige Einheit pro Woche aus, da die EMS 18 Mal effektiver als ein herkömmliches Fitnesstraining ist.