Fast so schnell, wie die Kohlebahn

Fahrrad Neuer Radweg von Lugau bis Ursprung

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Seit April 2016 führt der Radweg auch bis zur "Alten Ziegelei": Foto: Armin Leischel

Lugau. Am 12. Oktober 2013 wurde nach einjähriger Bauzeit der "Geh- und Radweg auf der stillgelegten Bahnstrecke Lugau- Wüstenbrand, 1. Bauabschnitt" (so die offizielle Bezeichnung) feierlich eröffnet. Der Geh- und Radweg ist auf den früheren Bahnanlagen des Steinkohlenbergbaus im Lugau-Oelsnitzer Revier entstanden.

Nachdem im Jahr 1844 die 1. Kohle entdeckt wurde, entwickelten sich in den Folgejahren immer größere Bergbaubetriebe mit entsprechend größeren Fördermengen. Bereits 1853 gab es konkrete Pläne für die Eisenbahnstrecke Mittelbach-Ursprung-Kirchberg -Lugau. 1856 begannen die Bauarbeiten und am 15. November 1858 kam es zur Einweihung der Strecke Lugau-Wüstenbrand. Nach der Einstellung der Kohleförderung 1970 fuhren Mitte der 1990er Jahre die letzten Güterzüge.

Kohlebahnradweg - Rundkurs für Radfahrer

Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Ideen zur Nachnutzung dieser Strecke zu einem Radweg. Der Kohlebahnradweg ist derzeit vom Stadtzentrum Lugau bis zur Ortsgrenze des Ortsteils Ursprung ausgebaut. Der Einstieg in den Kohlebahnradweg ist an vielen Stellen möglich. Bequem ist die Nutzung des Parkplatzes Güterstraße in Lugau, unmittelbar am Radweg. Von dort kann in Richtung Ursprung gefahren werden oder in Richtung Niederwürschnitz zum Freizeitgelände "Alte Ziegelei". Weiter durch den Steegenwald und Seifersdorf nach Ursprung ergibt sich ein Rundkurs.