Hortpläne stoßen auf Gegenwind

Grundschulpläne Elterninitiative sammelt Unterschriften für die Johanniter

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Mutter Doreen Fiebig (r.) ließ sich von den beiden IAJ-Prokuristen Kay Melzer und Madeleine Schlosser die Schul- und vor allem die Hortpläne erklären. An den Veränderungen im Hortbereich scheiden sich die Geister. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Oberwiesenthal. So sehr sich viele Oberwiesenthaler über die Pläne einer neuen Grundschule in der Stadt freuen, so sehr stoßen die damit einhergehenden Hortpläne auf ein geteiltes Echo. Denn die Stadtverwaltung will gemeinsam mit dem Institut für Ausbildung Jugendlicher gGmbH im alten, bisher leerstehenden Grundschulgebäude eine private Grundschule eröffnen. Damit verbunden ist aber auch, dass der Hort in das Gebäude zieht und ebenfalls in die Trägerschaft der IAJ übergeht.

Dagegen regt sich aber Widerstand: Eine Elterninitiative hat jetzt sogar eine Sammelpetition gegen die beabsichtigte Kündigung des mit den Johannitern abgeschlossenen Betreibervertrags und der Entziehung der Betriebserlaubnis für die Kindertagesstätte "Regenbogen" auf den Weg gebracht.

Bereits im Dezember waren die Emotionen bei einem Elterninformationsgespräch hoch geschwappt. "Die Schule wollen wir alle - das steht außer Frage", hatte damals Katja Süß, vierfache Mutter aus Oberwiesenthal betont: "Aber über die Hortpläne müssen wir dringend reden." Zum Schluss trennte man sich mit dem Wunsch, ein gemeinsames Arbeitsgespräch zwischen allen Beteiligen auf den Weg zu bringen, um offene Fragen zu klären.

Hintergrund ist, dass die Johanniter, die momentan eine Kindertagesstätte von Krippe bis Hort am Fichtelberg betreiben, ihre Konzession verlieren könnten. Doch die betroffenen Eltern sind mit der momentanen Lösung sehr zufrieden. Doreen Fiebig, deren Tochter im nächsten Jahr in die Schule kommt und damit von den Plänen direkt betroffen ist, lobt die Arbeit der Johanniter Kindertagesstätte: "Die sind so aktiv: Sie gehen Schwimmen, machen Skischule, gehen in die Kirche." Fiebig hofft genauso wie viele andere Eltern auf eine Lösung, mit der alle Seiten leben können.



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