Lengefeld möchte Kulturcafé gründen

Aktiv Stadt und Bürger arbeiten an Kulturfestival zum Tag des traditionellen Handwerks

Noch vermitteln in der ehemaligen Bäckerfiliale direkt am Lengefelder Markt nur zwei urige Sessel ein wenig Gemütlichkeit. Rundherum herrscht noch Baustellenatmosphäre, doch bis zum kommenden Samstag um 14 Uhr soll es geschafft sein. Dann wollen die Lengefelder ihr eigenes kleines Kulturcafé eröffnen und zwar m Rahmen des ersten Lengefelder Kulturfestivals. An der Umsetzung der Projekte arbeitet eine freie Gruppe von Enthusiasten, innerhalb des ESF-Bundesprogramms "XENOS- Integration und Vielfalt". Beteiligt sind unter anderem die Stadt und ihr Bauhof, Mitglieder aus verschiedenen Vereinen aus Lengefeld und der Umgebung sowie interessierte Bürger. So wie Kirsten Thon und Steven Schreiter vom Verein "Hoffnungsschimmer kleiner Helden e.V.", der das Eingangsschild gemeinsam mit dem Neigungskurs kreativ der Lengefelder Mittelschule herstellen möchte. Andere haben Hilfe bei der Innenausstattung angeboten oder beteiligen sich an den Bauarbeiten.

Eine neue Kneipe wird das Kulturcafé allerdings nicht. "Hier soll ein kultureller Treffpunkt für die ganze Ortschaft entstehen", so Xenos Projektmitarbeiter Friedrich Uhlig. Außerdem soll damit die Innenstadt belebt und zumindest eine Lücke in den vielen leer stehenden Geschäften am Lengefelder Markt geschlossen werden. "Wir planen hier zukünftig Lesungen, Ausstellungen oder auch Kreativangebote und man soll das Kulturcafe auch mieten können", schaut Cornelia Leonhardt voraus.

Auch wenn das Café eine kleine Sensation für Lengefeld ist, so ist es doch nur eine Aktion, die im Rahmen des Kulturfestivals und in Verbindung mit dem Tag des traditionellen Handwerks am Wochenende in dem Ort stattfinden sollen. An mehreren Stationen sind kulturelle Aktivitäten geplant, unter anderem im Museum Kalkwerk, auf dem Tannenhof und in der Mittelschule. Das gesamte Programm ist im Internet unter www.lengefeld.de zu finden.