180 Jahre Lerntradition in Mittweida

Schau Geschichte der Bürgerschule wird in neuer Sonderausstellung beleuchtet

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Sibylle Karsch in der neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum. Die Marmorbüste von Ex-Schuldirektor Johann Christlieb Schneider ist dort genauso zu sehen wie ein Gemälde der Schneiderschen Familie. Foto: Schönberner

Mittweida. Sie ist erst seit wenigen Tagen im Mittweidaer Museum "Alte Pfarrhäuser", Kirchberg 3, zu sehen: die neue Sonderausstellung "180 Jahre Bürgerschule". Auf dem Dachboden des Stadtmuseums haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in engem Zusammenwirken mit Geschichts-Experte Wolfgang Schwabenicky viel zur interessanten Historie des Mittweidaer Schulwesens zusammengetragen.

Im Mittelpunkt steht die damalige Schulzeit

"Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der ehemaligen Bürgerschule, der heutigen Pestalozzi-Grundschule", sagte Museumsleiterin Sibylle Karsch. Wolfgang Schwabenicky war bei Recherchen im Stadtarchiv auf zahlreiche Baupläne zur ehemaligen Bürgerschule gestoßen. Da sich in diesem Jahr dazu die Schulweihe noch zum 180. Mal jährt, war für Karsch ein triftiger Grund, diese Sonderschau unbedingt noch in diesem Jahr zu zeigen.

Da im Herbst, wenn sich die Schulweihe zum 180. Mal jährt, sich bereits der Ringethaler Klöppelzirkel mit einer Sonderausstellung anlässlich seines 30. Geburtstag vorstellt, wird die Ausstellung "180 Jahre Bürgerschule" bereits jetzt gezeigt. Sie ist noch bis zum 5. Juni zu sehen. Der Besucher erfährt vieles zur damaligen Schulzeit und natürlich besonders über die Geschichte des Gebäudekomplexes der heutigen Pestalozzi-Schule. So hatte die Schule in Spitzenzeiten um 1900 weit über 2.000 Schülerinnen und Schüler.

Ein bekannter Namensgeber

Heute lernen hier rund 230 Mädchen und Jungen. Den Namen des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi trägt die Einrichtung seit 1927, dem 100. Todestag Pestalozzis. Fotos der Lehrerkollegien, historische Schulbücher- und -hefte sowie Utensilien wie Schiefertafel oder Füllfederhalter sind ebenfalls zu sehen. Wer Lust auf eine historische Schulstunde bekommen hat, der ist hier ebenfalls richtig. Mehr unter Telefon 03727/3450.


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