"Das geht nur über Idealismus"

Fleiß 500 Blätter für einen Siegerkranz

Er sitzt in seinem Florist-Unternehmen im Hohenstein-Ernstthaler Ortsteil Wüstenbrand und bindet fleißig einen Siegerkranz nach dem anderen. Die Rede ist von Torsten Meiner, Meister in der Floristik, derzeit von Tausenden von Frühlingsblühern umgeben, hängen seine Gedanken vorrangig am Motorsport und an seinem Sachsenring, mit dem er seit seiner Kindheit verbunden sei. "Ich glaube, nicht ein Rennen seit meiner frühen Jugendzeit verpasst zu haben. Wenn du hier geboren und aufgewachsen bist, gehört das Geschehen dort am Queckenberg einfach dazu", so der 47-Jährige heute, der eine Idee mit dem sächsischen ADAC-Sportchef Michael Sachse verwirklichen will. "Das schwirrte mir schon lange durch den Kopf", sagte Meiner, der es vermisst, dass heute zu den großen Rennen keine Siegerkränze mehr übergeben werden. Daher wolle er nun zur ADAC Sachsenring Classic auf diese alte und schöne Tradition zurückgreifen. "Früher wurden die Kränze mit Eichenlaub und Lorbeer gebunden, wie das in den 1950er-Jahren auch bei uns üblich war. Das geht heute nicht mehr, das wäre viel zu aufwendig und zu teuer", sagte der Florist-Meister, der sich auch noch an die WM-Siegerkränze auf dem Sachsenring erinnert. "Agostini hat wunderschöne Kränze erhalten. Das waren damals alles golden gespritzte Pappblätter aus Sebnitz und verweist heute auf grüne Kunststoffblätter, die vereinzelt golden gespritzt und verbunden werden. 500 Stück sind für einen Kranz notwendig und das bedeutet einen großen Zeitaufwand. "Das geht nur über Idealismus", strahlt Meiner.



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben