Die Kisten machen richtig Lärm

Sachsenring-Classic Über 500 Motorräder und Automobile am Start

Die Faszination ist riesengroß. "Wir rechnen mit über 500 Startern zur ADAC Sachsenring Classic 2014 auf dem Sachsenring Grand Prix Kurs", stellt der Event-Chef des sächsischen ADAC, Lutz Oeser, fest. Schon jetzt ist die Nachfrage nach Startplätzen immens. Dabei ist es noch weit hin. Den Fans werden vom 16. bis 18. Mai zwölf Motorrad-Klassen und sechs im Automobilbereich (Formel-und Tourenwagen) präsentiert. "Das Schöne dabei ist, dass wir in diesen Tagen ohne Lärmbeschränkung echte Rennen fahren können", so Oeser weiter.

In einer speziellen Klasse werden Rennmaschinen bis zum Jahre 1955 zu erleben sein. Dort ist die große deutsche Motorrad-Historie vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zu erleben. Die "Hochzeit" der deutschen Motorradindustrie soll mit den DKW, BMW, NSU, aber auch mit den Zschopauer Ifa-DKW, mit Horex, Zündapp und Adler präsentiert werden. Erinnerungen an große Sachsenring-Rennen werden dann mit den Motorrädern eines Ewald Kluge, Georg Meier, Heiner Fleischmann, Otto Ley, Hans Baltisberger oder mit den Namen Erhard Krumpholz, Bernhard Petruschke aber auch mit Fabrikaten aus Italien wie Ducati, Moto Guzzi, MV Agusta oder Gilera mit Episoden um die Großen dieser Zeit geweckt. Serafini, Pagani oder Thorn-Prikker stehen dort zu Buche wie auch die Fabrikate aus Großbritannien mit Norton AJS oder BSA.

Die Tradition lebt! Das ist der Tenor unter den ehemaligen Piloten und den Tausenden von Fans. Es gibt eine Präsentation der Rennmaschinen aus Zschopau. Für dieses Spektakel liegen heute schon zahlreiche Nennungen vor und Rainer Pommer, Rennleiter des Zschorlauer Dreiecks, bastelt derzeit an einem "Superereignis", das es am Sachsenring in dieser Größe noch nie gegeben hat. Die Zweitakter der Klassen 125 und 250ccm stehen für große Piloten und Rennereignisse am Sachsenring. So werden die Maschinen von Degner, Fügner, Haase, Lenk, Shepherds und Hailwoods 250er, die ehemalige Neckermann-MZ mit Dieter Braun und Lothar John oder die 350er vom Erzgebirger Heinz Rosner unter anderem zu erleben und zu hören sein.



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