Entspannt durchs Chemnitztal radeln

Radweg Einweihung des Radwegabschnittes im April geplant

Der fast fertiggestellte Chemnitztalradweg erfreut sich bereits bei günstiger Witterung großer Beliebtheit bei Radfahrern sowie Spaziergängern. Foto: Andrea Funke

Lunzenau. Zur 20. Sitzung des Zweckverbandes Chemnitztalradweg wurde die offizielle Eröffnung des Teilabschnittes Wittgensdorf bis Markersdorf für den 8. April vorgeschlagen. Vorstellbar ist eine gemeinsame Radtour von Vertretern der beteiligten Gemeinden und Städte ab Wittgensdorf bis zum Museumsbahnhof in Markersdorf. Bis dahin sind die anstehenden Restarbeiten an Geländer und Wegen fertiggestellt. Ebenso muss noch die Hängebrücke bei Auerswalde errichtet werden.

"Ende Januar ist die Abnahme durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant, dann geht der Chemnitztalradweg in unsere Zuständigkeit über", teilte Verbandschef Günter Hermsdorf mit. Deshalb werden auch 18.000 Euro für die Unterhaltung des Chemnitztalradweges im Haushalt eingestellt. Es wird sich nach einem Jahr zeigen, welche Kosten letztendlich tatsächlich entstehen. Die Verbandsmitglieder haben sich bei anderen Kommunen erkundigt, mit welchen finanziellen Aufwendungen zu rechnen ist. In Chemnitz plane man beispielsweise mit 1700 Euro pro Radwegkilometer. Es fallen Kosten für die Reinigung des Weges, freischneiden der Trasse ein bis zweimal jährlich, Stromkosten für Beleuchtung des Tunnels sowie sonstige Reparaturen und Erhaltungskosten an. Derweil läuft die Kostenermittlung für den Weiterbau zwischen dem Ortseingang Stein bis zum Bahnhof in Göritzhain.

Nach der Freigabe im April des 5,7 Kilometer langen Radweges bis Markersdorf setzten sich die vorbereitenden Arbeiten an zwei Stahlbrücken über die Chemnitz im nächsten Bauabschnitt fort. Die Bahnbrücken werden saniert und an der Seite wird parallel zu den Gleisen ein neuer Weg angebaut. Das resultiert daher, weil der Museumsverein Taura/Markersdorf auf der Bahnstrecke Draisinefahrten anbietet. Der künftige Radweg ab Markersdorf verläuft deshalb parallel zur Bahnstrecke sowie Chemnitztalstraße bis zum Ortsteil Stein. Dort wird die Bahnüberführung abgerissen und die Straße auf das Gleisbett abgesenkt. Vor 15 Jahren entstanden die ersten Projektpläne für den Chemnitztalradweg. Vision ist die Anbindung an den Mulderadweg.