Frühe Förderung in der Ergotherapie

Übungsprogramme Die Devise ist "Hilfe zur Selbsthilfe"

"Mein Kind ist irgendwie langsamer als die anderen...", "Bei der Haltung hapert's und das Ausmalen fällt schwer...", "Unser Kind traut sich beim Turnen wenig zu und hat noch Probleme, die Übungen richtig auszuführen...", "Die Konzentration und Ausdauer fehlen...", "Das Ausschneiden funktioniert nicht richtig..."

Bei Kindern, die im Kindergartenalter Auffälligkeiten in ihrer Grob- und Feinmotorik, der Koordination von Bewegungen, der Wahrnehmung oder im Verhalten zeigen, ist die Ergotherapie eine wichtige Methode, um die Fähigkeiten zu trainieren und zu verbessern, die für die Schule von großer Bedeutung sind. "Hilfe zur Selbsthilfe" heißt dabei das Schlagwort, wenn die Ergotherapeutin den Kleinen den Spaß an der Bewegung anhand spezieller Übungsprogramme vermittelt und diese in Zusammenarbeit mit den Eltern in den kindlichen Alltag integriert. Die Stärken und Schwächen des Kindes werden analysiert, um anschließend ein individuelles Therapiekonzept zu erstellen. Neben dem zu Beginn geführten Elterngespräch, sowie der Kontaktaufnahme zur betreuenden Kindergärtnerin werden standardisierte Testverfahren, aber auch freie und gezielte Beobachtungen durchgeführt, um die genauen Problembereiche zu erkennen. So werden zum Beispiel entsprechende Stifte oder Scheren ausprobiert und den Eltern zum Zweck des häuslichen Übens mitgeben. Wahrnehmungsstörungen sowie Konzentrationsprobleme werden unter Anwendung verschiedener Trainingsprogramme gefördert. Auch hier spielt das tägliche Wiederholen eine wichtige Rolle.

Dipl.-Ergotherapeutin (FH) Peggy Dömel