Ganz klare Worte gegen Intoleranz

Stellungnahme Rektor der TU Bergakademie äußert sich

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Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, bei seiner Rede. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Es kam ein wenig überraschend, doch es war dem Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Klaus-Dieter Barbknecht, offenbar sehr wichtig, sich zu äußern und Stellung zu beziehen. Während der Veranstaltung in der vergangenen Woche zur Grundsteinlegung einer neuen Forschungshalle, in der künftig Magnesiumdraht hergestellt werden soll, sprach Barbknecht ein einleitendes Grußwort an die zahlreich versammelten Fachleute und Politiker, die dem Akt beiwohnten.

In seiner Rede wich er dann bald vom eigentlichen Thema ab und machte deutlich, dass gute Wissenschaft und Forschung nur in einer weltoffenen Atmosphäre gedeihen können. "Eine angstfreie, weltoffene und durch Respekt vor einem offenen, freien und internationalen Diskurs geprägten Universität ist an der TU Bergakademie Freiberg selbstverständliche Praxis", sagte er. "Fremdenhass, Demütigung von Minderheiten, menschenverachtende Redewendungen und Inhumanität haben an unserer Universität und generell an einer Universität des 21. Jahrhunderts nichts zu suchen."

Das seien Zeichen geistiger Verrohung und würden einen Rückfall in dunkle Zeiten bedeuten. Damit nahm er, ohne den Namen zu nennen, Stellung zu den Äußerungen des Professors Heiko Hessenkemper, der für die AfD im Bundestagswahlkampf kandidiert und sich bei einer Veranstaltung abwertend über Flüchtlinge geäußert hat. Schon vorher hatten Professoren der Ressourcenuniversität, aber auch Studenten, sich öffentlich gegen Hessenkempers Meinungen positioniert.