Gymnasium wird zur Klima-Schule

Ökologie In Sachsen gibt es zehn Einrichtungen dieser Art

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Biologie-Lehrer Matthias Claus (rechts) organisierte zum Tag der offenen Tür ein Klimafrühstück. Ab kommenden Schuljahr wird das Gymnasium in Mittweida zur Klimaschule. Foto: Dennis Heldt.

Mittweida. Das Thema "Klimaschutz" beginnt im Kleinen. Diese Einschätzung teilen nicht nur viele Experten, sondern auch Biologie-Lehrer Matthias Claus am Städtischen Gymnasium in Mittweida. Daher setzte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen dafür ein, dass sich die Schule für einen Modellversuch des sächsischen Umweltministeriums bewirbt.

Erster Schritt: Sensibilisieren

"Wir wollen die Schüler für die Problematik Klimaschutz sensibilisieren", begründete der Biologie-Lehrer die Bewerbung. Ende des vergangenen Jahres wurden die besten zehn Konzepte in die Auswahl des Modellversuchs berufen, Mittweida ist eine dieser zehn Schulen. "Unsere Idee ist es, in einem fächer- und klassenübergreifenden Projekt das Thema Klimaschutz zu beleuchten", so Lehrer Matthias Claus.

In Mathe werde dann beispielsweise der Wasserverbrauch für die Herstellung eines Schnitzelbrötchens in der Cafeteria berechnet, im Physikunterricht könnten die Schüler Ideen fürs Energiesparen durch effizienteres heizen oder lüften erarbeiten und in Biologie vermittle man gesunde und biologisch nachhaltige Ernährung, so der Initiator.

Ein fächerübergreifendes Projekt

Beim sogenannten "Klimafrühstück" am Tag der offenen Tür vor gut drei Wochen setzten die Schüler bereits ein erstes Projekt in die Tat um. Angeboten wurden den Gästen schmackhafte Speisen und Getränke aus der Region mit einem niedrigen Ressourcenverbrauch. "Wir haben Lebensmittel angeboten, die besonders nachhaltig hergestellt wurden", so der Biologie-Lehrer.

Nach Beginn des neuen Schuljahres im Herbst soll das Modellprojekt in Mittweida starten. Damit aus dem Konzept auch ein Event wird, sollen nicht nur die naturwissenschaftlichen, sondern auch die geisteswissenschaftlichen Fächer mithelfen.

Zwei Jahre dauert der Versuch

Ziel des Umweltministeriums ist es, das Thema Klimaschutz dauerhaft an den Schulen zu verankern und diese dazu anzuregen, ihr eigenes Schulprofil als Klimaschule zu entwickeln.

Zwei Jahre lang wird der Modellversuch andauern. In dieser Zeit erhalten die teilnehmenden Schulen finanzielle und beratende Unterstützung vom Freistaat bei der Umsetzung, beispielsweise durch zusätzliche Lehrmaterialien, teilte das Ministerium mit. Das Gymnasium in Mittweida ist die einzige Schule aus Mittelsachsen, die an dem Projekt teilnimmt.