Landrat Damm zu Besuch in Augustusburg

Kommunalpolitik Bürgermeister Dirk Neubauer zeigt sich motiviert

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Landrat Matthias Damm (r.) mit Bürgermeister Dirk Neubauer beim Rundgang durch Augustusburg. Foto: UllI Schubert

Augustusburg. Der jüngste Kommunaltag führte Landrat Matthias Damm und seine Begleitung aus dem Landratsamt am Dienstag nach Augustusburg. Selten dürfte er ein derart ambitioniertes, fast schon visionäres Stadtentwicklungsprogramm gehört haben, wie das von Bürgermeister Dirk Neubauer. Der nutzte den großen Raum im Stadthaus, in dem mittlerweile das Standesamt und die Touristinformation untergebracht sind, um die Eckpunkte des Programms Altstadt 2020 vorzustellen.

Ein Ziel für den kleinen Urlaub

Ausgangspunkt sei, so der Bürgermeister, "dass die Altstadt als Bindeglied der touristischen Anziehungspunkte Schloss und Freizeitzentrum Rosts Wiesen stirbt". Der Leerstand wachse, es gibt zu wenig Parkplätze und ein falsches Routing, dass die Tagesgäste an der Stadt vorbei zum Schloss führe. Ziele seien daher die Entwicklung eines integrierten Zukunftskonzepts, die Definition neuer Zielgruppen, die als Gäste gewonnen werden können, ein Ansiedlungskonzept für Dienstleister und Gewerbe und die Schaffung neuer Stadtthemen. "Wir müssen uns vom Schloss emanzipieren", so Neubauer. Aus touristischer Sicht soll Augustusburg ein Ziel für "den kleinen Urlaub" von Bürgern aus Chemnitz, Leipzig und Dresden werden. Für ihn sei die Digitalisierung der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme.

Erste Projekte seien in Angriff genommen worden, wie etwa das Projekt Kleinstadt-Menschen. Dies soll mit einem großen Event am 15. und 16. September gefeiert werden. Dann kann man sich die Geschichten der Augustusburger anhören, während Fotos von ihnen an die Häuser projiziert werden. Später einmal soll dieser ganz spezielle "Geschichten-Weg", mithilfe einer App abgegangen werden können. Wenn denn überall eine schnelle und stabile Internetverbindung verfügbar ist. Der Belebung der Altstadt sollen Bäume und Rastpunkte ebenso dienen wie der sogenannte Annaweg, der vom Stadthaus unterhalb des Schlosses entlangführt. Dort soll auch ein Kräutergarten entstehen, für den bereits ein Betreiber gefunden sei.