Lehrer fordern mehr Anerkennung

Weltlehrertag Gegen Überfrachtung des Berufs

Anlässlich des Unesco-Weltlehrertages am 5. Oktober kritisierte der Deutsche Lehrerverband, dass es in weiten Bereichen des Schulwesens immer noch an einer bedarfsgerechten Lehrerversorgung mangele. Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, betonte: "Um junge Leute für den faszinierenden Beruf des Lehrers zu begeistern, muss sich der Umgang von Politik und Öffentlichkeit mit diesem Beruf ändern. Lehrer brauchen die volle Anerkennung für ihre anspruchsvolle und immer schwieriger werdende Arbeit. Auch die Unesco sieht gut qualifizierte und motivierte Lehrkräfte als die Grundlage für eine qualitativ hohe Bildung." Bereits heute, so Kraus, bestehe ein Mangel an Lehrern in bestimmten Fächern, vor allem in Mathematik und Informatik, in den Naturwissenschaften sowie in Fächern der beruflichen Schulen wie Elektrotechnik oder Wirtschaft. Um mit dem freien Arbeitsmarkt um die Studierenden dieser Fachrichtungen konkurrieren zu können, bedürfe es attraktiver Verdienst- und Karrieremöglichkeiten. Kraus bedauert zudem eine "fortschreitende sozialpädagogische Überfrachtung des Lehrerberufes: "Es geht nicht an, dass alle möglichen gesellschaftlichen Probleme und Mängel der häuslichen Erziehung der Schule und der Lehrerschaft aufgehalst werden. Eine solche Überforderung der Schulen schmälert deren originären Auftrag, nämlich den Bildungs- und Qualifizierungsauftrag."



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