Neue Chance für Umgehungsstraße

Verkehr Planungen für den Bau einer Ortsumfahrung in Mittweida werden fortgesetzt

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Wird der Durchfahrtsverkehr zwischen Lichtenau und Geringswalde entlang der S200 in Zukunft um Mittweida neu verlaufen? Die Planungen wurden wieder aufgenommen. Foto: Dennis Heldt/Archiv

Mittweida. Bewegung im Bauvorhaben einer Umgehungsstraße in Mittweida: Das seit längerer Zeit geplante Projekt erhält offenbar einen Schub. Laut Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) habe der Freistaat Sachsen den Neubau der Straße wieder auf dem Schirm. Eine Verkehrszählung im Sommer vergangenen Jahres entlang der Ortsdurchfahrt der S200 habe ergeben, dass durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen eine Ortsumfahrung in Mittweida doch notwendig werde, so Schreiber. Die Stadt Mittweida selbst führte dabei bereits Ende Dezember Gespräche mit dem zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

"Die tägliche Belastung der S200 liegt laut der Studie bei etwa 11.000 Fahrzeugen. Dies bedeutet, dass auch die neue Autobahnanbindung zwischen Chemnitz und Leipzig den Durchfahrtsverkehr nicht entlastet hat", informierte Stadtsprecherin Francis Pohl auf BLICK-Nachfrage. Bereits vor der Fertigstellung der A72 sei der Verkehr ähnlich hoch gewesen. Wie es mit der Planung der Umgehungsstraße allerdings konkret weitergehen soll, ist aktuell noch offen. Eine große Umgehungsstraße außerhalb Mittweidas sei bau- und kostentechnisch nicht realisierbar: "Mit etwa 25 Millionen Euro wäre eine komplette Ortsumfahrungen sehr teuer. An der Dringlichkeitsstufe 1, die eine Fertigstellung bis 2025 vorsieht, hat sich deshalb nichts verändert, vielmehr werden die Planungen nur neu aufgenommen", sagte Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Wie genau eine solche Lösung aussehen könnte, versucht demnächst ein Ingenieurbüro herauszufinden: "Diesbezüglich wird eine Studie durchgeführt werden, für die bisher aber noch kein zeitlicher Rahmen festgelegt wurde", so die Stadtsprecherin. Man gehe jedoch davon aus, dass es anstelle der großen Umgehungsstraße eine kleinere, zentrumsnahe Alternative geben könnte. Über den Neubau einer Ortsumfahrung diskutiert die Stadt bereits seit mehreren Jahren.