Neues Revier, mehr Polizisten in Döbeln?

Polizei Kriminalität in Mittelsachsen geht insgesamt aber zurück

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Uwe Reißmann, Leiter der Direktion Chemnitz. Foto: Jan Härtel/Haertelpress/Archiv

Einen siebenprozentigen Rückgang der Kriminalität auf 13.656 Delikte konnte die Polizeidirektion Chemnitz im vergangenen Jahr für Mittelsachsen verzeichnen. Etwa 61 Prozent der Fälle wurde aufgeklärt, wie Polizeipräsident Uwe Reißmann vergangene Woche erklärte.

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag - bereinigt um die Taten gegen das Ausländerrecht - bei knapp 17 Prozent. Insbesondere Syrer, Georgier und Marokkaner waren neben den 83 Prozent deutschen Tatverdächtigen auffällig.

Nie gab es so viele Wohnungseinbrüche

Sorgen bereitet dem Polizeipräsidenten insbesondere die Zahl versuchter und gelungener Wohnungseinbrüche. Diese wächst seit 2013 kontinuierlich und stieg auf einen Rekordwert von 436 Fällen im Jahr 2016. "Wir erkennen insbesondere entlang den Autobahnen zunehmende Einbruchskriminalität", so Reißmann.

Dies lasse auf osteuropäische Banden schließen, die mittlerweile auch Ostdeutschland als lohnenswertes Ziel ansähen. Die Bevölkerung forderte er auf, es Einbrechern so schwer wie möglich zu machen: "Das beliebteste Tatwerkzeug ist nach wie vor der Schraubenzieher", so Reißmann.

Auto-Diebstähle und Autoeinbrüche gingen in Mittelsachsen hingegen ebenso wie Ladendiebstähle und Straßenkriminalität deutlich zurück, die Zahl der Körperverletzungen bewegt sich im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Mehr Personal erhofft

Für eine verbesserte Sicherheit hofft Reißmann auf mehr Personal. Allerdings werden sich die diskutierten Personaleinstellungen erst in drei oder vier Jahren auswirken, ob sie auch für den Direktionsbereich gelten werden, ist noch unklar: "Ich hoffe, dass die Fläche nicht vergessen wird angesichts wachsender Kriminalität vor allem in Leipzig", so Reißmann.

Hoffnungen setzt er auf ein neues Revier in Döbeln, das aktuell diskutiert wird: "Wenn man das baut, ist es auch sinnvoll, gleich für ein paar Polizisten mehr zu planen", so der Polizeipräsident.



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