Wo viele gegen einen kämpfen

Theater Berliner Ensemble zeigt Schülern Gefahren des Cyber-Mobbings

Limbach-Oberfrohna . Wie es ist, mit Cyber-Mobbing in Berührung zu kommen, zeigte diese Woche das Berliner Theaterensemble Radiks bei zwei Vorführungen im Albert-Schweitzer-Gymnasium. Unter dem Titel "Fake oder: War doch nur Spaß" wurde am Leben der Protagonistin Lea verdeutlicht, wie Beleidigungen und Unwahrheiten, die über Internet und Handy verbreitet werden, ihre Kreise ziehen. "Die Geschichte basiert auf Tatsachen, Cyber-Mobbing ist heute ein Bestandteil des Lebens", sagte Alexander Abramyan, der das Stück mittlerweile um die 70 mal gespielt hat. Er und seine Kollegin Corinne Thalmann versuchten nach der Aufführung, mit den Schülern im Gymnasium ins Gespräch zu kommen. Auf die Frage "Fandet ihr, dass die Szenen realistisch waren?" antworteten die Schüler mit "Ja".

Die ausgebildeten Schauspieler wiesen die Jugendlichen darauf hin, dass man sich in Fällen von Mobbing immer an Eltern, Lehrer oder die Polizei wenden könne. "Die sind dafür da, euch zu helfen", sagte Corinne Thalmann. Sie verdeutlichte den Schülern zudem den Unterschied zwischen einer Beleidigung (einer gegen einen) und Mobbing (viele gegen einen).

Das Jugendamt des Landkreises Zwickau hatte sich für die Präventionsmaßnahme stark gemacht. "Genau so müssen wir mit dem Thema an die Schüler herantreten. Bloßer Frontalunterricht bleibt nicht so im Gedächtnis, wie dieses Theaterstück", sagt Kerstin Frenzel vom Jugendamt.


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