Backen für den guten Zweck bringt 13.000 Euro

Brot für die Welt Auch das Erzgebirge nimmt an der Initiative der sächsischen Konfirmanden teil

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Vom Kneten des Teiges - unter Anleitung von Jürgen Vieweger - bis hin zum Verkauf des Brotes kümmerten sich die Konfirmanden selbst um das Projekt. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Über zahlreiche Gratulanten und Geschenke durften sich vor wenigen Tagen die diesjährigen Konfirmanden freuen. Einige von ihnen konnten auch besonders stolz auf eine frisch herausgegebene Mitteilung sein, in der der Erlös des diesjährigen Projekts "5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt" bekanntgegeben wurde.

Jugendliche verkaufen selbst gebackenes Brot

Wie der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen mitteilte, kamen allein im Freistaat 13.000 Euro zusammen. Verantwortlich dafür war auch die Initiative zahlreicher Jugendlicher aus dem mittleren Erzgebirge. Unter anderem wurde im vergangenen November in Grünhainichen und Lengefeld gebacken. Auch in der Zschopauer Bäckerei von Jürgen Vieweger kamen 16 Teilnehmer zusammen, um sich einmal am Backofen auszuprobieren.

"Sie waren diesmal besonders engagiert und haben viel selbst gemacht. Ich musste nur ein paar Tipps geben", berichtet Jürgen Vieweger. Nach kurzer Anleitung wurde der Teig für Misch-, Körner- und Kräuterbrote geknetet - und dann ab damit in den Ofen. Binnen weniger Stunden entstanden so rund 130 Exemplare, die wenig später beim Martinsfest auf dem Hof von Schloss Wildeck verkauft wurden.

Pfarrerin Alexandra Kern lobt die Aktion als "tolles Erlebnis für alle Teilnehmer" und hob hervor, dass das Projekt gleich in zweierlei Hinsicht nützlich ist. Zum einen lernen die Jugendlichen ein Handwerk besser kennen. Andererseits werden sie an soziale Hilfsprojekte herangeführt. Voller Stolz konnten die Zschopauer Konfirmanden am Ende berichten, dass sie mit ihrer Initiative reichlich 670 Euro zusammenbekommen hatten.

Die Aktion wird fortgesetzt

Wie die komplette Summe fließt auch dieses Geld in drei unterschiedliche Hilfsprojekte in Ghana, El Salvador und Albanien. Auch 2018, wenn die nächste Aktion der Evangelischen Kirche ansteht, wollen Bäckermeister wie Jürgen Vieweger die Konfirmanden wieder bei sich begrüßen.


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