20 Mio für Tuben-Werk

vision In Pausa entsteht ein zukunftsorientiertes Tubenwerk

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Ulrich Schlapp, Geschäftsführer bei Linhardt in Pausa, in der Produktionshalle. Foto: Simone Zeh

Pausa. Eine Zukunftsvision gibt es bei Linhardt in Pausa. Der Tubenhersteller plant ein neues Werk. Damit könnten über 60 Arbeitsplätze entstehen. Die Investition liegt bei 20 Millionen Euro. Das neue Grundstück, angrenzend an das jetzige Werk, hat sich die Linhardt GmbH schon vor zwei Jahren gesichert. "Wir wollten den Standort weiterentwickeln", sagt Geschäftsführer Erhard Krauß. Die Idee ist entwickelt, das Projekt wurde ins Auge gefasst. "Wir möchten eine separate Laminattubenfabrik in Pausa bauen. Das wäre etwas ganz Neues." Die Aluminiumtubenherstellung im vorhandenen Fabrikgebäude indes soll bestehen bleiben.

Linhardt hat für die neue Investition einen Förderantrag bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt. Im Pausaer Werk ist bereits eine Laminat-Tubenmaschine tätig, um die Produktion zu entwickeln. "Wir bauen jetzt schon den Markt auf", so Krauß. Sicher ist man bei Linhardt, dass Laminat eine Zukunft hat, der Trend dahin geht. Was ist das Besondere an der Laminat-Tube? "Sie hat eine Naht, das heißt, es wird flach gedruckt", erklärt Erhard Krauß. "Damit erreicht man eine höhere Qualität als beim Runddruck." Dieser wird bei der Aluminiumtube angewandt. Laminat besteht aus verschiedenen Kunststoffschichten, die verschweißt und verklebt werden. Beim Bedrucken gibt es neue Möglichkeiten, etwa Reliefs und Metalleffekte erzielt man. "Die Kaufentscheidung geht zu mehr Optik." Das sei typisch bei Kosmetikprodukten, Duschgels oder Cremes.

Wird die Laminattube dann nicht die aus Aluminium vom Markt verdrängen? "Nein, auch wenn Aluminium jetzt weniger wird, verschwinden wird die Tube nicht", ist sich Erhard Krauß sicher. Aluminium sei besser recycelbar. Der Trend könne sich im Laufe der Jahre wieder ändern. Und: "Wir haben gerade erst in eine neue Maschine, eine Extrusionspresse für Aluminium investiert", so Ulrich Schlapp, Geschäftsführer im Pausaer Werk mit 270 Mitarbeitern. In das geplante Projekt sollen 20 Millionen Euro über mehrere Jahre investiert werden. Der Baubeginn ist für 2018 vorgesehen.



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