2016: Jugend bleibt im Vogtland

Wirtschaft Arbeitslosenquote sinkt erstmals unter die 7-Prozent-Marke

2016-jugend-bleibt-im-vogtland
Agentur-Chefin Helga Lutz Foto: Karsten Repert

Plauen. Die Abwanderungswelle der Nachwendezeit ist endgültig Geschichte. Jetzt bleiben die meisten jungen Menschen im Vogtland. Denn es gibt endlich wieder Arbeit. Und im Jahresrückblick der Arbeitsagentur steht nun geschrieben: "Arbeitslosigkeit auf Rekordtief." Agentur-Chefin Helga Lutz resümierte in dieser Woche: "Im Vergleich zum Vorjahr konnten besonders Ältere, Langzeitarbeitslose und schwerbehinderte Menschen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,5 Prozent im Jahresdurchschnitt erstmals unter der 7-Prozent-Marke", fasst Helga Lutz das Jahr 2016 zusammen. Gleichzeitig aber berichten die "Tafeln" in Plauen, Reichenbach und Greiz von einem Anstieg der Bedürftigkeit. Die Verteilung des Reichtums im beliebtesten Land der Welt (laut Asylbericht) gerät demnach immer mehr in Schieflage. Industrie und Handel kommen jedoch so langsam nicht mehr umhin, bessere Löhne zu zahlen. Denn die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist hoch.

Eine stabile Wirtschaftslage, gute konjunkturelle Rahmenbedingungen und demografische Effekte haben nun einen ersten Arbeitskräfte-Notstand zur Folge. Helga Lutz weiß, was dem Arbeitsmarkt nun blüht: "Jetzt müssen wir voraus schauen und uns den künftigen Herausforderungen stellen." Denn die Firmen der Region müssen schauen, dass sie ihre besten Leute nicht verlieren. Zudem müssen alle Ressourcen genutzt werden. Jugendliche mit schlechtem Zeugnis, Langzeitarbeitslose und Deutsch sprechende Asylbewerber haben große Chancen.



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben