Der BUND will die Wildkatze retten

Natur "Rettungsnetz Wildkatze" soll in Sachsen und Thüringen zusammenarbeiten

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Länderübergreifendes Treffen im Wald zwischen Kornbach und Stelzen, der in Gefahr ist. Foto: Simone Zeh

Kornbach. Wildkatzen interessieren keine Landesgrenzen. Deshalb will man beim BUND länderübergreifend zusammenarbeiten, wenn es um das Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" geht. Die Naturschützer sprechen von akuter Gefahr. "Wir wollen einen Schulterschluss erreichen, Informationen austauschen, dass wir zusammenkommen", sagte Ute Lange von der BUND-Regionalgruppe Vogtland beim länderübergreifenden Treffen im Stelzener Gasthof.

Man wolle länderübergreifend verhindern, dass der "grüne Korridor" zerschnitten werde. "Dafür müssen wir streiten, über die Landesgrenze hinweg. Es ist fünf vor zwölf". Aktuell geht es vor allem um die vorgesehenen Windkraftparks entlang der sächsisch-thüringischen Grenze und dass dafür Wald geopfert werden soll, geht es nach dem Willen der Investoren und der Politik im Zuge der angestrebten Energiewende.

Auch in Thüringen ist der Lebensraum der Wildkatze bedroht

Die geplante Gleichstromtrasse "Süd-Ost-Link" in Ostthüringen ist ein weiterer Punkt, der bei der Gefährdung eine Rolle spielt. Volkmar Ihle, ebenfalls von der BUND-Regionalgruppe Vogtland, sagte, dass er kein Windkraftgegner sei. "Aber sie sollen dorthin, wo sie hingehören. Bestehendes darf nicht zerstört werden." Und man dürfe die Zusammenhänge nicht außer acht lassen. "Für das Landschaftsbild wären Windkraftparks tödlich", so Thomas Mölich, Projektleiter des Thüringer BUND-Wildkatzenbüro.

Dass Windkrafträder Störfaktoren für die Wildkatze wären, stand in der Diskussion der Naturschützer außer Frage. Das Tier würde Gegenden einfach meiden, wo Windkrafträder stehen. "Dann ist das, was wir auf den Weg gebracht haben, in Gefahr", so Ute Lange.



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