Im ungenutzten Raum steckt ein Herrenzimmer

Sanierung Neuer Raum wird zum Frühlingsfest auf Schloss Leubnitz präsentiert

im-ungenutzten-raum-steckt-ein-herrenzimmer
Die Wandverkleidung im Herrenzimmer haben die Tischlermeister Walfried Neumeister und Nadine Spörl von der Rodauer Tischlerei Neumeister nach historischem Vorbild gefertigt. Foto: Simone Zeh

Leubnitz. Das Herrenzimmer im Schloss Leubnitz war bisher eher ein Abstellraum als ein Zimmer. Doch jetzt ahnt man bereits, wie gediegen und edel der Raum im ersten Obergeschoss ausgesehen haben mag, als sich hier die adligen Herren trafen.

Eingeweiht werden soll das Herrenzimmer zum Frühlingsfest auf Schloss Leubnitz am 29. April. Charakteristisch und gediegen wirkt die erneuerte hölzerne Wandvertäfelung ringsum. Doch genau hier hatte zuvor der Zahn der Zeit mächtig genagt. "Viele Leisten fehlten, es gab Risse und Absplitterungen", erzählt Walfried Neumeister von der gleichnamigen Tischlerei.

Teile waren herausgebrochen. Der Tischlermeister aus Rodau hat zusammen mit Tochter Nadine Spörl, die den Handwerksbetrieb seit dem Jahr 2014 führt, ganze Arbeit geleistet. "Es war richtige Feinarbeit. Wir haben alles dem Original nachgebaut", so Nadine Spörl.

Fräsen, schneiden, leimen. Neu gebaut wurde die Kapitelle, der obere Abschluss. Das gesamte verwendete Eichenholz wurde anschließend gebeizt. Wichtigstes Ziel: man soll keinen Unterschied mehr sehen zwischen dem originalen Holz und der neuen Verkleidung. Zum Charakter des Herrenzimmers trägt auch die Stuckdecke bei, die ebenfalls erneuert wurde. Möglich wurde die Sanierung durch Fördermittel vom Denkmalschutz.