Junge EU-Bürger sollen Engpass abfedern

Sonderprogramm Zugang zur dualenAusbildung

Die Bundesagentur für Arbeit führt im Januar kommenden Jahres ein Sonderprogramm ein, das jungen Menschen aus Europa bei einer Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme in Deutschland hilft. Für das auf zwei Jahre ausgelegte Programm stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Das Programm "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa" richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren aus den EU-Staaten, die eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle in Deutschland aufnehmen wollen. "Die jungen Menschen, die Arbeitgeber in Deutschland und die Heimatländer können von diesem Programm profitieren", sagt Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung der Bundesagentur für Arbeit. "Bewerber können berufliche Perspektiven entwickeln, die Arbeitgeber können Fachkräfte-Engpässe abfedern und die Heimatländer könnten nach einer gewissen Zeit ausgebildete und erfahrene Fachkräfte zurückgewinnen. Außerdem war es bisher für junge Menschen aus dem EU-Ausland sehr schwer, den Zugang zum dualen Ausbildungssystem in Deutschland zu finden. Das Programm schafft deutliche Erleichterungen." Die Bewerber können im Rahmen des Programms beispielsweise Gutscheine für Sprachkurse im Heimatland oder in Deutschland bekommen. Auch die Kostenerstattung für Anerkennungsverfahren und -lehrgänge sollen möglich sein. Im Bereich Ausbildung werden dabei nur Vermittlungsprojekte gefördert, wenn sie zusätzlich zum gesamten Vermittlungsprozess auch ausbildungsbegleitende Betreuung umfasst. Die Betriebe und die jungen Menschen sollen die Förderung bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit beantragen können.



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