SV Oberlosa steht so gut da wie noch nie

Handball Nach 29:27-Heimsieg gegen Köthen ist sogar Platz drei möglich

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Bt: Der SV 04 Oberlosa steht so gut da wie noch nie. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Aus dem 26:27-Rückstand ist noch ein 29:27-Sieg geworden. Der SV 04 Oberlosa hat mit der HG Köthen erstmals überhaupt einen "Großen" der Mitteldeutschen Oberliga umgehauen. Doch es gab am vergangenen Wochenende noch weitere Rekorde aus Plauener Sicht. Schon zur Jahreshauptversammlung war die Tribüne am Freitagabend in Block A mit 110 Mitgliedern so gut gefüllt wie noch nie. Weil der SV 04 Oberlosa und die Kurt-Helbig-Sporthalle langsam aus allen Nähten platzt, hat man sich ganz deutlich positioniert. Der Verein will sich am Hallenneubau der Stadt Plauen beteiligen. Zur Pressekonferenz im Sportlerbistro wurde klar, wie dringend das Wachstum ist. Über 100 Besucher wurden gezählt. Viele gingen wegen der Überfüllung direkt im Anschluss nach Hause.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte

Der Anhang hatte "aber trotzdem einen unvergesslichen Abend erlebt", wie Markus und Antje Silbermann feststellten. Zum Bronzeplatz haben die Plauener Handballer nun nach Pluspunkten aufgeschlossen. SV-Manager Rico Michel kommentierte die beste Platzierung der Vereinsgeschichte im Hallenhandball kurz und bündig mit "heute haben wir einen Meilenstein gesetzt". Ganz eilig weckte Trainer Jörg Grüner jeden Träumer im Raum, "weil uns zu einer wirkliche Spitzenmannschaft noch einiges fehlt. Wir haben dafür zu viele Minuspunkte", so der Coach. Allerdings sehen die Fachleute das ein wenig anders. Denn der SV 04 musste sechs Ausfälle verkraften. Trotzdem gingen die Plauener gegen das Spitzenteam aus Köthen 13 Mal in Führung. Als die Gäste acht Minuten vor Schluss die 629 Zuschauer schockten (26:27), präsentierte sich Oberlosa meisterlich. "Das war taktisch von bester Qualität", freute sich Trainer Jörg Grüner, dessen Team in turbulenter Schlussphase nicht nur ohne Gegentor blieb.

Die Spieler sind zufrieden mit ihrer Leistung

"Ich habe nur noch zwei schwierige Bälle halten müssen. Alles andere haben die Jungs vor mir abgeräumt", staunte SV-Torwart Carsten Klaus über seine Abwehr. "Ich wusste, dass wir es trotz der vielen Ausfälle schaffen können", stellte Ausgleichs-Torschütze Paul Richter (27:27) klar. Rotzfrech hob Jakub Kolomaznik (28:27) einen Siebenmeter über Gäste-Schlussmann Christian Kanzler. Und als der Köthener Torjäger Lukas Krug (11 Treffer) nach Frustfoul eine Zwei-Minuten-Strafe bekam, "habe ich den Konter einfach reingemacht", freute sich Siegtorschütze Friedrich Kleinert über seinen Treffer zum 29:27 (15:14). Mann des Tages war aber Lukas Lesak. Als die Anhaltiner glaubten, sie bekämen die Plauener nun langsam in den Griff (13:13), zerstörte der Tscheche deren Abwehrtaktik mit acht Treffern binnen 16 Minuten. Oberlosa ist jetzt nach Pluspunkten mit dem Tabellendritten Köthen gleichgezogen, hat aber ein Spiel mehr absolviert. In den letzten acht Spielen hat der SV 04 13:3 Punkte geholt.

Statistik

SV 04 Oberlosa: Klaus, Flämig; Kleinert (1 Tor), Wetzel (3), Weikert (1), Englert, Mertig (4), Richter (4), Lesak (8), Model (3), Kolomaznik (5/davon 3 Siebenmeter).



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