Von der Rennstrecke in die heimische Backstube

Karriere Falkensteiner Patissier führt Betrieb des Vaters weiter

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Marcel (l.) und Ulrich Weidenmüller sind gespannt, wie das "Moosmaa-Brot" bei der Kundschaft ankommt. Foto: Thomas Voigt

Falkenstein. In der Falkensteiner Bäckerei und Konditorei Weidenmüller steht der Generationswechsel bevor. Firmengründer Ulrich Weidenmüller übergibt die Geschäfte an seinen Sohn Marcel. "Ich bin froh, dass Marcel den Betrieb weiterführt."

Der Lebensmittel-Ingenieur eröffnete den Laden 1980 gemeinsam mit seiner Frau Dagmar. "Wir kehrten damals aus Berlin in die Heimat zurück." Von diesem Zeitpunkt an war die Backstube an der Melanchthonstraße Dreh- und Angelpunkt der Familie. Es ist das Elternhaus des 63-Jährigen. Nachdem bereits sein Großvater das Bäckereihandwerk erlernte, führt nun Sohn Marcel den Betrieb in der dritten Generation weiter.

Von den Voraussetzungen her bringt der Junior alles für den Beruf mit. Der 34-Jährige qualifizierte sich zum Bäcker- und Konditormeister. Zudem sammelte er in den vergangenen Jahren jede Menge Erfahrungen als Chef-Patissier. Im März 2011 gründete der Falkensteiner seine Firma "Alinghi VIP Catering". Bis heute wird er für die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) gebucht. Die Verträge laufen noch bis nächstes Jahr. Der versierte Süßspeisenkoch hofft, alles unter einen Hut zu bekommen.

Künftig will der umtriebige Allrounder wieder mehr Zeit mit der Familie und seinen beiden Kindern verbringen. Vor allem möchte er den von seinen Eltern aufgebauten Betrieb erfolgreich weiterführen. "Wir suchen Auszubildende für den Verkauf und die Backstube." Neben dem Laden am Firmensitz, gibt es noch eine Filiale in einem Supermarkt an der Hauptstraße. Außerdem sind vier mobile Verkaufsfahrzeuge des Familienbetriebes in der Region unterwegs.

An Ideen mangelt es dem neuen Firmenchef nicht. Ab März kommt ein spezielles "Moosmaa-Brot" ins Sortiment. "Es ist ein dunkles Ciabatta-Brot mit heimischen Kräutern", verriet der Erfinder. "Die Form soll an Bäume und Wurzeln erinnern. Für das Moos stehen die Kräuter." Das passe gut zu Falkenstein. Der Ort gilt nicht nur bei den Einheimischen als heimliche Hauptstadt der vogtländischen Sagengestalt.



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