Bergparade durch die Zwickauer Innenstadt

Parade Bergaufzüge sind deutsches Kulturerbe

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Rund 400 Teilnehmer aus 11 Bruderschaften der Bergbautradition marschierten am Samstag durch die Zwickauer Innenstadt. Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. "Bergaufzüge sind deutsches Kulturerbe!", erklärte Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth unter dem Beifall der Anwesenden am Samstag am Rande der traditionellen Bergparade auf dem Zwickauer Domhof einen entsprechenden Beschluss aller 16 deutschen Kultusminister. Am Marsch vom Glück Auf Center durch die Innenstadt bis zum Platz vor den Priesterhäusern und dem Dom beteiligten sich 363 Bergkameraden im Habit aus elf Vereinen. Die Männer und Frauen kamen aus Reinsdorf, Nossen, dem erzgebirgischen Oelsnitz, Scheibenberg, Schneeberg, Hohenstein-Ernstthal, Frohnau, Zwönitz und Geyer sowie Bad Schlema und Zwickau. Marita Schramm (68) aus Netzschkau stand im dichtgedrängten Spalier der Zuschauer am Straßenrand; "Ich komme mit meiner Familie fast jedes Jahr zu diesem Spektakel. Für uns ist das ein Höhepunkt in der Adventszeit! Ich bin immer wieder beeindruckt." Norbert Gruschwitz (58) aus Lengenfeld meinte: "Wer weiß, wie lange wir das noch erleben können. Die Leute werden ja auch nicht jünger. Vielleicht sind deshalb auch so viele Frauen in Männerkluft dabei." Manfred Schubert (72) aus Zwickau hielt dagegen: "Frauen haben schon immer, wenn auch nicht unter Tage, eine besondere Rolle im Bergbau an der Seite ihrer Männer gespielt." Die Teilnehmer an der Parade wurden von drei Bergkapellen, dem Jugendblasorchester Zwickau, der Hüttenkapelle Oederan und dem Bergmusikkorps "Frisch Glück" Frohnau sowie dem Knappenchor des Steinkohlebergbauvereins begleitet. Ebenfalls in guter Tradition fand auf dem Domhof das große Abschlusskonzert der Klangkörper mit bergmännischem Liedgut statt. Natürlich fehlte auch das obligatorische Steigerlied, die heimliche Hymne des Erzgebirges, nicht.



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