Der Geschichtenschnitzer aus dem Erzgebirge

Bildung Swen Kaatz weiß Groß und Klein zu unterhalten

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Geschichtenschnitzer Swen Kaatz führt Groß und Klein durch Luthers Leben. Foto: Nicole Schwalbe

Lichtenstein. Die Lutherkirche war mit mehreren Schulklassen gut gefüllt, als Swen Kaatz alias der "Gaatzinger - ein Geschichtenschnitzer aus dem Erzgebirge" die Lebensgeschichte Martin Luthers unter dem Motto "Mensch, Martin!" auf sehr amüsante Weise vortrug.

"Ich habe unglaublich viel Material über Luther zusammengesammelt und musste mich schließlich entscheiden, was ich davon nutze. Etwa 95 Prozent flogen wieder in den Papierkorb", erzählt Swen Kaatz. #

Lebendige Geschichte

Der Gaatzinger schnitzt in seiner Werkstatt nicht nur Löffel und Teller, sondern auch Spielzeug, Haken und so manch andere Kuriosität, die er bei seinen vielen Bühnenauftritten wirkungsvoll einzusetzen weiß.

Um die Geschichte hinter dem Ablassbrief zu erklären, nahm Kaatz seine geschnitzten Utensilien zur Hilfe und erklärte den Zuschauern, dass Luther irgendwann dahinter gekommen sei, dass man nicht in den Himmel komme, weil man Geld dafür zahle, sondern weil Gott einen lieb habe.

Thesen gäbe es heute wohl eher per Whatsapp

Von den 95 Thesen Luthers hämmerte er nur einige an seine Schnitzwerkstatt, die als Kirchentür herhalten musste und sagte zur Belustigung der Schüler, dass man die Thesen heutzutage wohl eher per Whats- App verbreiten würde.

Sehr lebendig trug Kaatz vor, wie Luther den Papst richtig sauer gemacht habe, weil dieser durch die verbreiteten Thesen und den kaum noch verkauften Ablassbriefen kein Geld mehr verdiente.

Am 21. Mai ist der Geschichtenschnitzer ab 15 Uhr zum internationalen Museumstag in den Kunstsammlungen Zwickau zu sehen.



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