Hölzerner Trabi zu Gast in Blankenhain

Tradition Deutsches Landwirtschaftsmuseum veranstaltet morgen "Holztag"

Der natürliche Rohstoff Holz steht am Sonntagnachmittag im Deutschen Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain im Mittelpunkt des Geschehens. Die Einrichtung an der sächsisch-thüringischen Landesgrenze veranstaltet seinen traditionellen "Holztag", an dem zwischen 13 und 18 Uhr auf dem Areal am Schloss unter anderem Vorführungen im historischen Sägewerk, fahrbare Sägemaschinen sowie Präsentationen des Handwerks auf dem Programm stehen. Für die Besucher gibt es zudem verschiedene Mitmachaktionen zu den Themen Wald, Holz und Landwirtschaft.

Daniel Härtel, Zimmerer im Blankenhainer Museum, hat sich speziell für den morgigen Aktionstag um eine weitere Attraktion gekümmert. "Ich habe zur 'Kneipenmeile' in Mülsen einen 'Holztrabant' gesehen und wollte dieses Gefährt unbedingt für unseren Holztag ins Museum holen", sagte der Handwerker, der sich zuletzt beispielsweise um die aufwändige Sanierung des Pfarrstalls kümmerte. Gebaut wurde das hölzerne Gefährt auf einem Trabant-Fahrgestell im Jahr 2008 in der Werkstatt des Mülsener Tischlers Andreas Flachowski und war ursprünglich ein Hochzeitsgeschenk. Unter der Motorhaube arbeitet ein Trabant-Motor, der seinen Kraftstoff aus einem kleineren Mopedtank bekommt. Auch das Lenkrad, die Stockschaltung, der Tacho und der Sound erinnern an den legendären "Plastikbomber" aus Zwickau. Nur das die Karosse in dieser Ausführung eher an ein Blockhaus aus Fichtenholz erinnert.

Den Weg von Mülsen nach Blankenhain legte der "Holztrabant" auf einem Transporter zurück. Daniel Härtel und Fred Flämig - letzterer ist im Museum eigentlich für die Traktoren zuständig - drehten am Schloss gleich einige Proberunden. tm



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben