In dieser Uniform sind alle gleich

Ehrenamt Feuerwehrfrauen sind seit 1963 aktiv

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Drei Generationen unter einem Dach. Foto: Nicole Schwalbe

Wilkau-Haßlau. Was vermutlich kaum einer weiß: Bei der Freiwilligen Feuerwehr sind bereits seit 54 Jahren Frauen im Einsatz. Darin unterschied sich die DDR deutlich von der Bundesrepublik, denn bis 1977 durften Frauen im Westen nur arbeiten, wenn dies mit Ehe und Familie vereinbar war. "Wir sind durch unsere Männer zur Feuerwehr gekommen", erzählt Brigitte Paschen.

Mittlerweile sind viele ihrer Familienmitglieder bei der Feuerwehr. "Der Zusammenhalt ist einfach toll", so die 79-Jährige, die gemeinsam mit ihrer Schwägerin Brigitte Paschen, 74, Annelie Weiß, 74, und Ursula Helbig, 79, in der Ehrenabteilung ist.

112 macht keine Geschlechter-Unterschiede

Ist der Einsatz der Frauen bei der Feuerwehr tatsächlich gleichberechtigt? "Es werden keine Unterschiede gemacht", sagt Anne Sentek. Sie war bereits in der Jugendfeuerwehr und ist auch heute noch bei Einsätzen jeglicher Art dabei. "Nur der hydraulische Rettungssatz wie der Rettungsspreizer ist ziemlich schwer", gesteht Lena Häckel. Die Hydraulikpumpe allein wiegt 44 Kilogramm, dazu kommen die aufgelegten Geräte mit zusätzlichen 20 Kilogramm.

Haarfrisur, Rock und Co. stellen bei einem Einsatz kein Problem dar. "Uniform und Helm werden einfach drüber gezogen", lacht Häckel. Auch in der Bevölkerung gibt es kein Akzeptanzproblem. "Die Leute sind froh, wenn ihnen geholfen wird. Außerdem sehen in der Einsatzuniform alle gleich aus", so Sentek.