Indikar setzt auf Einzigartigkeit

Wirtschaft Innenminister weihte neue Produktionshalle in Wilkau-Haßlau ein

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Carsten Koerber und Innenminister Markus Ulbig lassen sich von Indikar-Chef Ronald Gerschewski den Presshärtevorgang, in den vier Millionen Euro investiert wurden. Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Vor wenigen Tagen wurde bei der Firma Indikar im Gewerbegebiet "Am Schmelzbach" in Wilkau-Haßlau eine neue, 1600 Quadratmeter große Presswerkhalle eingeweiht. Unter den Gästen befanden sich der Sächsische Staatsminister des Innern Markus Ulbig mit dem Bundestagsabgeordneten Carsten Körber und zahlreichen Ehrengästen.

Hier befindet sich nunmehr das Technologiezentrum Presshärten des Unternehmens. Bei dieser Technologie wird mit einem Presshärtevorgang ein bis zu zwölf Millimeter starkes Stahlblech warm bei Temperaturen von rund 960 Grad Celsius umgeformt. Diese Teile werden unter anderem in gepanzerten Fahrzeugen eingebaut.

Investitionen und neue Arbeitsplätze

Der Geschäftsführer der Firma Indikar Individual Karosseriebau Ronald Gerschewski informierte aus gegebenem Anlass: "Wir haben rund vier Millionen Euro investiert, zwei Millionen in die neue Halle und zwei Millionen in die Ausstattung. Spezielle Pressen und Werkzeugsysteme mussten angeschafft werden." Aktuell konnten dadurch zudem zwei neue Arbeitsplätze geschaffen werden, weitere sollen durch verstärkte Kunden-Akquise folgen. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde vor den Augen der Gäste live mit der neu angeschafften Presse ein Teil hergestellt. So konnte jeder sehen, wie die Produktion vonstatten geht.

Seit fast 15 Jahren individuelle Karosserien

Die Erfolgsgeschichte von Indikar begann im Jahr 2003 mit 23 Mitarbeitern. Heute sind es 165 Beschäftigte, davon allein 40 in der Entwicklungsabteilung. Neben der Panzerung von Fahrzeugen werden Bauteile für konventionelle Autos und neuerdings auch Bauelemente für exklusive Innenausstattungen hergestellt. Auch die Verlängerung eines Autos ist beispielsweise kein Problem. "Wir können vieles herstellen", sagte Gerschewski. Nur eines könne man nicht: Serienproduktion. Indikar steht als Abkürzung für "Individual Karosseriebau".



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