Schlossgalerie: Stoff trifft auf japanische Färbetechnik

Ausstellung Juliane Merkel auf Schloss Wildenfels

schlossgalerie-stoff-trifft-auf-japanische-faerbetechnik
Juliane Merkel färbt Textilien nach japanischer Shibori-Technik. Foto: Nicole Schwalbe

Wildenfels. Die Schlossgalerie Wildenfels legt im Jahr 2017 einen besonderen Fokus auf Werke der angewandten Kunst. In diesem Sinne werden in der Personalausstellung von Juliane Merkel vor allem textile Arbeiten gezeigt, ergänzt durch Pastelle auf Papier.

Die Künstlerin wurde in Zwickau geboren und machte eine Ausbildung zur Schneiderin und Modedesignerin. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine Vielfalt an Stilen und Materialien aus, von Siebdruck über Filz bis hin zu Pastellen auf Papier. Gemeinsam ist den Werken der Künstlerin eine farbenfrohe Leichtigkeit.

Färbetechnik wurde für Kimonos verwendet

Besonders bemerkenswert sind ihre raffinierten Shibori-Stoffbahnen. Jene jahrhundertealte Färbetechnik aus Japan wurde einst vor allem für Kimonos verwendet. Der Stoff wird gefaltet, gepresst, genäht oder verdreht. Anschließend kann er gefärbt werden. Auffallend sind die dreidimensionale Optik und die facettenreichen Farbschattierungen.

Juliane Merkel arbeitet mit natürlichen Farben und verwendet Farben wie Färbereseda, Krapp, Cochenille sowie Indigo. Jeder Stoffbahn wohnt ein ganz eigener Zauber inne, wovon sich die Besucher in der Ausstellung überzeugen können.

Die Werke von Juliane Merkel sind bis zum 30. Juni auf Schloss Wildenfels zu sehen.



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben