Unermüdlich gekämpft: Udo Friedrich mobilisiert Spenden für Projekt in Meerane

Aktion Finanzspritze für Wiederherrichtung der Parkanlage ist gesichert

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Udo Friedrich vor dem Vereinsdomizil im Wilhelm-Wunderlich-Park. Für den Aufbau von Sitzmöglichkeiten gibt es 10.000 Euro. Foto: Holger Frenzel

Meerane. Er hat gezittert, gekämpft und letztlich gejubelt: Mit einem unermüdlichen Engagement rührte Udo Friedrich aus Meerane in den letzten Wochen die Werbetrommel für eine Online-Abstimmung im Internet. Damit stehen nun 10.000 Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden im Wilhelm-Wunderlich-Park zur Verfügung.

Die Sitzmöglichkeiten wurden im letzten Jahr zerstört. Der Wiederaufbau in der Nähe des Domizils des Vereins "Grüne Lunge" soll bis Ende März erfolgen. "Das ist sportlich", sagt Udo Friedrich, der an den nächsten Tagen einen Zeitplan erstellen und Kontakt mit Unternehmen aufnehmen muss.

Bei dem Projekt sollen auch Flüchtlinge und Einwohner aus Meerane mit anpacken. "Wenn sich viele Leute engagieren, kann die Hemmschwelle erhöht und eine erneute Zerstörung verhindert werden", sagt der 46-Jährige. Er schwärmt vom idyllischen Platz in der Parkanlage: "Das ist seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für viele Leute aus Meerane."

Die Online-Abstimmung wurde unter Federführung der R+V-Versicherung organisiert. Udo Friedrich hat das Projekt zur Beseitigung von Vandalismusschäden am 16. November angemeldet. "Damit sind wir mit 17-tägiger Verspätung an den Start gegangen", erinnert sich Udo Friedrich.

Er hat - mit Unterstützung aus der Bevölkerung - aber das Feld von hinten aufgerollt. 1791 Stimmen reichten für den zweiten Platz bei der Online-Abstimmung. Über Facebook-Einträge und durch die Berichterstattung der Medien hat Udo Friedrich auf die Aktion aufmerksam gemacht.

Stimmen sind dabei nicht nur aus Meerane gekommen. Udo Friedrich engagiert sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Er animierte Leuten aus Syrien, Afghanistan, Libanon, Ägypten, Albanien und Kosovo zum Mitmachen. "Sie haben wiederum Schulfreunde und Familienmitglieder in ihren Heimatländern zur Stimmenabgabe animiert", erzählt Udo Friedrich, der zuvor eine kurze Erläuterung zur Aktion auch in das Arabische übersetzen ließ.

Als im Schlussspurt die Gefahr bestand, dass die Luft ausgeht und der Platz auf dem Podest abgegeben werden muss, wurde die Partnerstadt Lörrach ins Boot geholt. "Im Gegenzug spende ich 100 Euro für einen Kindergarten in Lörrach", verspricht Udo Friedrich eine (kleine) Gegenleistung.



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