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218,5 Milliarden Euro: Bund plant Rekordschulden

Krise Krisenpolitik lässt Staatsverschuldung rasant wachsen

Berlin. 

Berlin. Der Bund wird im Jahr 2020 deutlich mehr Schulden machen als bisher geplant. Das Finanzministerium legte am Anfang der Woche einen zweiten Nachtragshaushalt vor. Das Parlament soll dem Bund für 2020 Schulden in Höhe von 62,5 Milliarden Euro genehmigen. Mit den 156 Milliarden Euro, die bereits im März bewilligt wurden, erhöhen sich die Schulden auf 218,5 Milliarden Euro. 218,5 Milliarden Euro sind etwa fünfmal so viele Schulden wie in der Finanzkrise 2008.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist vor der Corona-Krise davon ausgegangen, dass der Bund im Jahr 2020 ohne Neuverschuldungen auskommt. Das wäre das siebte Jahr in Folge ohne neue Schulden gewesen. Doch Scholz änderte seine Meinung aufgrund wegbrechender Steuereinnahmen, hoher Zuschüsse an den Bundeshaushalt für die Sozialversicherungen und einer schlechter werdenden Wirtschaftslage.

Durch die Krisenpolitik wird die Staatsverschuldung schnell wachsen und auf über 77 Prozent steigen.