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Das Gedächtnis des Staates

Staatsarchiv In den Räumen lagern Dokumente von Ämtern, Parteien und Co.

Hunderte Jahre alte Urkunden, Akten aus der NS-Zeit, SED-Parteischriften - im umgebauten Staatsarchiv in Chemnitz behält Archivleiter Raymond Plache die Geschichte im Blick. Hier sammelt und ordnet er mit seinen Kollegen all die Unterlagen, die vor allem staatliche Relevanz haben. Welche das sind? Die einzelner Reichs- und Bundesbehörden, die von Verwaltungs- und Justizbehörden der oberen, mittleren und unteren Ebene, von oberen, mittleren und unteren Gerichten, von Herrschaften und Rittergütern, darunter diejenigen der Schönburgischen Herrschaften mit einem bis ins Jahr 1233 zurückreichenden Urkundenbestand.

Insgesamt etwa 27.000 Dokumente

Doch Raymond Plache sortiert auch die Dokumente von privaten und staatlichen Wirtschaftsbetrieben sowie wirtschaftsleitenden Einrichtungen mit Schwerpunkten in den Bereichen Textil, Fahrzeug- und Maschinenbau. Damit nicht genug. Auch die Unterlagen von Parteien und Organisationen müssen für die Zukunft gesichert werden. So kommt es, dass im Sächsischen Staatsarchiv Chemnitz in der Elsasser Straße 8 unter anderem auch das SED-Bezirksparteiarchiv Karl-Marx-Stadt, einschließlich der SED-Gebietsleitung der Wismut, hier lagert. Inklusive aller Nachlässe und Sammlungsgüter umfasst der Bestand des Sächsischen Staatsarchives eine etwa 27.000 Medieneinheiten umfassende Bibliothek.