Drohnen über Kloster Freiberg

Archäologie 3D-Dokumentation wird angefertigt

Viel ist derzeit in Deutschland von Drohnen die Rede, sowohl von ihrer Gefährlichkeit als auch davon, wie nutzlos manche Modelle sind. Ganz und gar nicht nutzlos ist eine friedliche Drohnenvariante, die in dieser Woche in Freiberg zum Einsatz kam. Bewaffnet ist sie lediglich mit einer Kamera und ihre Aufgabe besteht darin, die Ausgrabungen am ehemaligen Dominikanerkloster, auf dessen Resten das neue Schlossplatzquartier der TU Bergakademie errichtet wird, aufzuzeichnen. "Ziel ist es, eine Dokumentation in 3D anzufertigen", erläutert Thomas Westphalen, Leiter der archäologischen Denkmalpflege in Sachsen. "Dafür haben wir nur noch jetzt die Gelegenheit, denn in vier Wochen wird gebaut." Unter der Leitung des Dresdner Professors für Computergrafik Marco Block-Berlitz lassen nun Experten vom Projekt Neurocopter der Freien Universität Berlin die Drohne über die Ausgrabungen fliegen. "Es ist dies in Sachsen die erste Grabungsstelle, bei der solche Technik genutzt wird", so Block-Berlitz und Thomas Westphalen fügt an: "Vor zehn Jahren noch hätten wir jeden einzelnen Stein abgezeichnet und fotografiert. Entsprechend ist das eine qualitative Steigerung." Die Erstellung des 3-D-Modells dauert noch immer einige Stunden. Ziel sei es, dass in wenigen Jahren so etwas in Echtzeit geschehen könne. Die Arbeiten in Freiberg bringen dieses Projekt entscheidend voran.



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