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Andreas Gabalier zwischen Nashville und Dirndl-Spaß: Das sind die Musik-Highlights der Woche

Aktuelle Tipps Rap-Superstar Drake, Meditations-Fan Alanis Morissette und Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier, der mit einem neuen Album das Leben (nach der Pandemie) feiert: Erfahren Sie hier, was neu, wichtig und hörenswert ist in der Welt der Musik.

Niemand weiß genau, wie es mit der Pandemie und dem Coronavirus weitergeht, aber man darf ja immer das Beste hoffen. Andreas Gabalier jedenfalls blickt mit großem Optimusmus in die Zukunft, nennt sein siebtes Studioalbum "Ein neuer Anfang". Neues und Hörenswertes gibt es außerdem von Rap-Superstar Drake und Alanis Morissette, die jetzt Meditations-Musik macht.

Andreas Gabalier - Ein neuer Anfang

"Alles steht auf Anfang / I frog mi, wo i bin", singt Andreas Gabalier. In der Steiermark, da war er zuletzt unter anderem, um Songs für sein neues Album zu schreiben. In Nashville, Tennessee, um sie mit hochdekorierten US-Musikern aufzunehmen. Und dann im "ZDF-Fernsehgarten", um erste Auszüge aus der neuen Platte zu präsentieren. Da kann man schon für einen Moment die Orientierung verlieren, vor allem nach zwei Jahren Stubenhocken wegen Corona. Aber Andreas Gabalier ist heilfroh, dass er endlich wieder raus kann. Darum geht es auf "Ein neuer Anfang", seiner siebten Studioplatte.

"Ich bin voller Zuversicht und will auch die Leute motivieren, dass sie wieder rausgehen, sich aus dem Haus trauen", erklärt der Volks Rock'n'Roller. Gabalier ist also "im Wirbelwind des Lebens wieder mittendrin" ("Ein neuer Anfang") und bietet musikalisch viel. Eine Power-Ballade zum Einstieg in das Album ("Jede Zeit und jeder Held hat seine Wunden"), 1940er-Schlager aus dem Wachauer Landl ("Mariandl"), ein Toleranz-Liadl über gleichgeschlechtliche Liebe ("Liebeleben"), Elektro-Gaudimusik ("Bügel dein Dirndl gscheit auf"), hinten raus sogar ein Kinderlied ("The Ram Sam Song"). Einiges davon bringt Gabalier demnächst auch wieder live auf die Bühne - nach zwei Corona-bedingten Absagen steht im August unter anderem sein Fan-Festival in München an, bei dem knapp 100.000 Besucherinnen und Besucher erwartet werden.

Drake - Honestly, Nevermind

So eine "Überraschung" können sich im Pop-Geschäft nur die ganz Großen leisten, aber er gehört definitiv dazu. Erst im September 2021 brachte Drake sein gefeiertes Album "Certified Lover Boy" auf den Markt, das weltweit die Charts dominierte und zwei Grammy-Nominierungen einheimste. Nur neun Monate später hat der Kanadier ohne nennenswerte Vorankündigung - es gab nur einen Instagram-Post wenige Stunden vor Release - einen Nachfolger veröffentlicht: "Honestly, Nevermind".

Drake war zuletzt bekannt dafür, quasi aus jedem Beat einen eigenen Song zu machen - "Certified Lover Boy" enthielt 21 Tracks, der Vorgänger "Scorpion" (2018) sogar 25. Das ist durchaus clever, weil mehr Spotify-Klicks mehr Geld bringen, und Drake generiert mit seiner Musik sehr viele Spotify-Klicks. Auf "Honestly, Nevermind" geht er es nun etwas anders an, diesmal sind es "nur" 14 Titel. Und klassisch gerappt wird auch nur noch ganz selten, etwa im Song "Jimmy Cook's" (featuring Savage 21). Man hört daneben viel gesungenen R'n'B, neuerdings auch vermehrt Deep House: Der einstige HipHop-Star Drake wird immer mehr zum Club-Musiker.

Alanis Morissette - The Storm Before The Calm

Ein neues Lied von Alanis Morissette, elf Minuten lang, aber ohne Melodie, ohne Gitarre oder Piano, ohne echten Gesang: Mancher Fan mag sich ein wenig gewundert haben, als die Kanadierin vor vier Wochen den Titel "Saftey - Empath In Paradise" veröffentlichte. Vielleicht war sogar etwas Frustration dabei. Die gewünschte Reaktion war aber eine ganz andere, nämlich totale Entspannung. Alanis Morissette macht jetzt Meditations-Musik. Nach "Safety" bringt die Singer/Songwriterin aus Ottawa nun sogar ein ganzes Meditations-Album auf den Markt.

Das Projekt hat auch mit Corona zu tun, man hätte es ahnen können. Während der Pandemie-Zeit habe sie das Gefühl gehabt, "ich würde mich einfach auflösen und verschwinden", erklärt Morissette über ihr Label. Mit dem Album "The Storm Before The Calm", das sie gemeinsam mit Dave Harrington (Darkside) aufnahm, will sie diesen Auflösungserscheinungen entgegenwirken. Für sie zumindest funktioniert es: "Das Meditieren lässt mein Inneres zur Ruhe kommen - bis zu dem Punkt, an dem ich Zugang zu Ideen, Visionen und Inspirationen habe und ich mein eigenes Selbst hören kann." Wer mithören und sich darauf einlassen möchte: "The Storm Before The Calm" ist nicht nur auf CD und als Stream, sondern auch über eine neue Mental-Health-App ("Calm") verfügbar.

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