ESC-Vorentscheid: Diese 9 Acts wollen nach Wien - So klingen die Songs

Neun Acts stehen im Finale des deutschen ESC-Vorentscheids 2026. Der SWR setzt erstmals auf ein neues Auswahlverfahren – ohne Stefan Raab. Wer darf im Mai in Wien antreten?

Köln

Am 28. Februar ist es soweit: Deutschland sucht wieder seinen Act für den Eurovision Song Contest. Diesmal wieder ohne Stefan Raab (BLICK.de berichte), jedoch mit einem neuen Verfahren vom SWR. Viele Jahre hatte der NDR die ESC-Sache in der Hand, weniger erfolgreich. Ab diesem Jahr soll alles anders werden.

SWR ging allein auf Talentsuche

Diesmal konnte sich auch offiziell niemand für die Teilnahme am Vorentscheid bewerben. Acts konnten nur über Social Media auf sich aufmerksam machen und hoffen, dass sie gefunden wurden. Der SWR ist eigens auf Talentscouting gegangen und hat dafür sämtliche Partner aus der Musikbranche, Experten, Labels und Agenturen kontaktiert, welche dann Acts vorschlagen durften.

Deutscher Vorentscheid am 28. Februar

9 Acts haben es in die deutsche Endauswahl geschafft und am 28. Februar um 20.15 Uhr wird das „Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale 2026“ dann in der ARD zu sehen sein. Wer wird für Deutschland am 16. Mai in Wien singen? Im letzten Jahr hatte das Duo Abor & Tynna für Deutschland mit „Baller“ in Basel den 15. Platz belegt.

Abstimmung im Vorentscheid:

Am 28. Februar wird das Ergebnis aus einem mehrstufigen Prozess entschieden. Ein 20-köpfige Jury wird zum Vorentscheid ihre drei Favoriten wählen, welche dann im Nachgang dem Publikum zum Voting gestellt werden. Damit hat die Jury, in der Musikexperten und -expertinnen sitzen sollen, eine große Macht, was vom Publikum im Vorhinein stark kritisiert wurde.

Im deutschen Vorentscheid sind 2026 übrigens zwei Songs in deutscher Sprache, der Rest sind Lieder in Englisch. Mit dabei sind:

Bela – Herz

Bela wurde in München geboren und begann im Alter von 16 Jahren intensiv Musik zu machen. Sein Song „Herz“ erzählt von Liebe, Selbstzweifeln und dem Mut, Nähe zuzulassen. Genretechnisch bewegt sich der 23-Jährige im Deutschpop.

 

Dreamboys The Band – Jeanie

Wer bei Dreamboys The Band an Männer denkt, liegt gehörig falsch. Bei dieser Kombo handelt es sich um vier junge Singer-Songwriterinnen aus Berlin, die privat eng befreundet sind. Mit Harmonien und Indie Pop wollen sie ihr Glück versuchen. Im Song „Jeanie“ geht es um Selbstvertrauen und Lebensfreude.

 

Laura Nahr – Wonderland

Laura Nahr ist eine der Überraschungsbonbons des Vorentscheids. Die Magdeburgerin hat mit „Wonderland“ eine Pop-Ballade, die erst langsam beginnt und dann plötzlich aufbricht eine erfrischende Nummer mitgebracht. Das Lied „Wonderland“ erzählt vom Erwachsenwerden und wie verwirrend und aufregend das manchmal sein kann.

 

Malou Lovis – When I‘m with you

Malou Lovis ist für viele sicher durch ihren Sieg bei „The Voice of Germany“ ein Begriff. Sie hat das gewisse Etwas in ihrer Stimme und offenbart in ihrem Song eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Stilistisch ist die Nummer im Pop angesiedelt. Für den Film „Momo“ sang Malou gemeinsam mit Tokio Hotel den Titeltrack „One More Day“.

 

Molly Sue – Optimist (Ha Ha Ha)

Molly Sue bringt neben ihren Locken eine Stimme mit Wiedererkennungswert mit. Aufgewachsen im Norden von Deutschland, bringt sie eine melancholische Ballade mit, zu der das Musikvideo ebenfalls am Strand gedreht wurde. Der Refrain ist catchy. Molly zeigt, dass man niemals aufgeben darf. Sie hat bereits bei The Voice Kids und bei DSDS teilgenommen.

 

Myle – A OK

Myle bringt eine Popnummer mit, die aus einer persönlichen Begegnung mit einem Fan in einer mentalen Krise entstanden ist. Der 25-Jährige wuchs mit einem deutschen Vater und einer amerikanischen Mutter in Ravensburg auf. Er spielt Klavier und macht seit 2020 Musik, trat dabei auch auf sämtlichen Festivals schon auf.

 

Ragazzki – Ciao Ragazzki

Mit Ragazzki kommt eine der verrücktesten Acts des Vorentscheids daher. Das Duo aus Berlin, bestehend aus Marti Fischer und David „Miirtek“ Starosciak bringen hier Humor mit 80s Pop und Einflüssen aus Italien und Polen zusammen. Mit der Nummer sollen die Leute zum Tanzen angeregt werden. Marti Fischer ist vor allem durch Youtube bekannt geworden und hat gemeinsam mit Bodo Wartke den Hit „Barbaras Rhabarberbar“ veröffentlicht.

 

Sarah Engels – Fire

Sarah Engels wurde als Zweitplatzierte hinter Pietro Lombardi im Jahr 2011 bekannt. Später heiraten Pietro und sie und bekamen einen Sohn. Musikalisch ist Sarah bis heute am Start. Von Schlager bis Latino Pop hat sie schon vieles ausprobiert. Diesmal bringt sie mit „Fire“ eine Tanznummer mit, wie man sie sonst von Ländern wie Zypern oder Schweden kennt.

 

Wavvyboi – Black glitter

Wavvyboi kommt mit einer Mischung aus Glam, Emorock und Pop daher. Der 27-Jährige aus Liechtenstein beschreibt sich als nicht-binär und möchte als Vorbild für die queere Community fungieren. Wavvyboi hat auf jeden Fall das gewisse Wiedererkennungspotential.

 

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich