Glamour, Glanz und Gloria – Harald Glööckler lebt heute das Leben, das er sich immer gewünscht hat. Seit Jahrzehnten ist er als Modedesigner erfolgreich, in der Fashion-Welt ein etablierter Name und längst auch als Unternehmer eine Marke. Zudem machte der 60-Jährige als Realitystar Karriere und war bereits in Formaten wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ oder „Promi Big Brother“ zu sehen. Sein Talent als Juror stellte er in der Sendung „My Style Rocks“ unter Beweis – dort sorgte er durch fachliche Kompetenz, aber auch mit viral gegangenen Ausrastern für Aufsehen.
In der Vergangenheit hatte es Harald Glööckler alles andere als leicht. Der gebürtige Baden-Württemberger erlebte eine schwierige Kindheit, die von Gewalt und Missbrauch geprägt war. Jetzt erzählt der Modezar, wie er heute auf diese Zeit zurückblickt. Auch verrät Glööckler, ob er es bereut, selbst nie Vater geworden zu sein.
Traumatische Kindheit von Harald Glööckler
„Ich kann mich an keine Sekunde erinnern, in der ich nicht Angst hatte, dass meine Mutter blutend am Boden liegt und tot ist. Und das Schlimme ist, sie ist ja auch bei so einer Attacke ums Leben gekommen“, erzählt Harald Glööckler im Podcast „M wie Marlene“. Im Gespräch mit Moderatorin Marlene Lufen gewährt der Modezar einen Einblick in seine traumatische Vergangenheit. Im baden-württembergischen Maulbronn, wo er aufwuchs, waren Streits zwischen seinen Eltern gang und gäbe. Eigenen Aussagen nach kam es immer wieder zu Gewaltakten seines Vaters gegen seine Mutter. Glööcklers größter Albtraum wurde wahr, als seine Mutter infolge eines solchen Übergriffs schlussendlich starb. Dies geschah, als der spätere Designer gerade einmal 13 Jahre alt war.
Der Modezar spricht im Gespräch mit Lufen ein weiteres traumatisches Kapitel aus Kindheitstagen an. Seine Eltern seien mit ihren eigenen Problem oft derart überfordert gewesen, dass sie Glööckler zeitweise an Tanten oder andere Familienmitglieder abgaben. Er verrät: „Und dann wurde ich auch mal zwischenzeitlich irgendeinem Bekannten mitgegeben, um zum Märchenpark zu fahren. Der Mann hat mich dann am Märchenpark sexuell belästigt.“ Von dieser schlimmen Erfahrung habe Glööckler seinen Eltern nicht erzählen können: „Das war mir völlig aus dem Sinn. Ich hatte keine solche Beziehung zu meinen Eltern, als dass ich über so was mit ihnen gesprochen hätte.“
Harald Glööckler über Kinder und Adoption: Designer musste Entscheidung fällen
Nach den traumatischen Erlebnissen, die Harald Glööckler in jungen Jahren erfahren musste, sei für ihn nie infrage gekommen, selbst Kinder haben zu wollen. „Ich wollte das keinem Kind zumuten, was ich da erlebt hab.“ Seine persönliche Mission habe früh festgestanden: Er wollte sich seiner Leidenschaft, der Mode, und seinem Job als Designer voll und ganz hingeben: „Ja, mir war klar, dass ich meine ganze Energie dafür brauche.“ Harald Glööckler ist klar der Meinung, dass man sich als Erwachsener entscheiden müsse: Kind oder Job? Familie oder Karriere? „Und man braucht mir nicht erzählen, dass man alles unter einen Hut kriegt. Der Tag hat 24 Stunden. Entweder, ich verbringe ihn mit meinen Kindern oder ich verbringe ihn mit meinem Job“, so der 60-Jährige.
An anderen Prominenten, die scheinbar Elternsein und Karriere zugleich stemmen, äußert er Zweifel: „Man braucht mir auch nicht erzählen, bei den Hollywoodstars, die so viele Kinder adoptiert haben, dass die Muttis sich da wirklich mit denen abgeben. Die werden alle mit ihren Nannys groß.“
„Nicht so, dass ich sage, ich habe im Leben was verpasst“
Harald Glööckler nennt also gute Gründe, warum er nie Vater werden wollte. Gibt es für ihn trotzdem manchmal Momente, in denen er reuevoll zurückblickt? Der Designer zieht ein klares Fazit: „Es ist nicht so, dass ich sage, ich hab im Leben was verpasst.“ Seine Entscheidung, kinderlos zu bleiben, war für ihn offenbar die richtige – an seiner Meinung hat sich nichts geändert. Und auch ohne eigenen Nachwuchs hat Glööckler ein großes Herz für Kinder. Er hat Mitgefühl für junge Menschen, die ähnliche traumatische Erfahrungen machen mussten wie er selbst. „Deshalb engagiere ich mich auch schon sehr lange für Kinder in Not“, stellt der 60-Jährige klar. Hilfsorganisationen wie „Die Arche“ zu unterstützen, sei für Glööckler selbstverständlich.
Außerdem: Seinen persönlichen Kinderersatz hat Harald Glööckler längst gefunden. Tiere bedeuten ihm alles. Viele Jahre lang hatte er seinen geliebten Hund Billy King an seiner Seite. Dessen Tod im Januar 2025 nahm ihn sehr mit. Seit Dezember hat er jedoch wieder tierische Gesellschaft – der kleine Zwergspitz Ikarus bereichert nun sein Leben.
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