Am Donnerstag (28. Mai) ist es so weit: Heidi Klum kürt einen Mann und eine Frau zu den diesjährigen Siegern von „Germany‘s Next Topmodel“! Seit 2024 gibt es in jeder Staffel des beliebten ProSieben-Formats neben einem weiblichen auch einen männlichen Gewinner. Speziell beim Finale läuft dieses Jahr jedoch einiges anders. Erstmals wurde die Finalshow vorab aufgezeichnet – die Zuschauer erfahren demnach nicht live, wer das Rennen macht. Die Aufzeichnung erfolgte außerdem nicht in Deutschland, sondern in Heidi Klums sonniger Heimat Los Angeles.
Insgesamt sechs Models haben es bis hierhin geschafft: Anna, Aurélie, Daphne, Godfrey, Ibo und Tony. Für Kandidatin Anika Köpfer platzte der GNTM-Traum kurz vor der Ziellinie im Halbfinale. Mit BLICK.de hat sie jetzt über ihre Zeit in der Klum-Show und die Model-Mama selbst gesprochen.
Ex-GNTM-Kandidatin über Krankheit: „Alte Unsicherheiten hochgekommen“
„Mein Selbstbewusstsein ist durch ‚Germany‘s Next Topmodel‘ extrem gestiegen“, schwärmt Anika gegenüber BLICK.de. Dass sie es in der Sendung bis ins Halbfinale geschafft hat, sei für die 27-Jährige alles andere als selbstverständlich gewesen. Die hübsche Paderbornerin nutzte GNTM effektiv als Plattform, um auf die Autoimmunerkrankung Alopecia areata aufmerksam zu machen.
Seit ihrem siebten Lebensjahr lebt Anika mit der Krankheit, die kreisrunden Haarausfall verursacht. Damit hat die TV-Bekanntheit eigentlich ihren Frieden geschlossen. Doch BLICK.de verrät sie jetzt: „Es gab tatsächlich während der GNTM-Reise einige Momente, [in denen] alte Unsicherheiten bezüglich meiner Alopecia hochgekommen sind. Und die gibt es auch heute noch, nach der Show.“
Anika schildert: „Während der Reise waren es oft Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob ich gut genug bin und überhaupt eine Chance habe, in der echten Modelwelt, mit meinem besonderen Merkmal. Ich finde es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Heilung ein Prozess ist, der niemals aufhört. Unsicherheiten zeigen einem eigentlich immer nur, woran man noch arbeiten kann.“ Die 27-Jährige will eine klare Message verbreiten: „Ich möchte damit auch in Zukunft offen umgehen, um zu symbolisieren, dass kein Mensch perfekt ist – auch kein Model von ‚Germany‘s Next Topmodel‘.“
„Germany‘s Next Topmodel“: „Der schlimmste Moment während der gesamten Reise“
Obwohl es Anika in der Sendung bis ins Halbfinale geschafft hat, sei ihr schon vorher klar gewesen, dass sie „den Sieg nicht mehr holen kann“. In der GNTM-Folge vom 14. Mai stand für die weiblichen Kandidaten das „InStyle Sport“-Shooting an. Anika rechnete sich gute Chancen aus, doch wurde von der Zeitschrift schlussendlich nicht als Cover-Model ausgewählt.
Die 27-Jährige war traurig und enttäuscht, dass sie final nicht überzeugen konnte. In diesem Moment sah sie ihre Chance auf den Sieg zunehmend schwinden: „Leider habe ich das dann auch in meiner Motivation und Energie im Halbfinale gespürt. […] Der Moment nach dem ‚InStyle‘-Shooting war der Schlimmste für mich während der gesamten Reise.“
Nach GNTM-Aus: Anika spricht Tacheles über Heidi Klum
Generell blickt Anika jedoch zufrieden auf ihre Zeit bei „Germany‘s Next Topmodel“ zurück. Heidi Klum war und ist für sie ein großes Vorbild: „Sie ist eine unfassbar ehrliche Person. Das schätze ich sehr an ihr. Über jede Kritik, die sie mir gegenüber ausgesprochen hat, war ich dankbar. Denn nur so kann ich mich verbessern und ein gutes Model werden.“ Die TV-Bekanntheit lobt die Model-Mama in höchsten Tönen: „Sie hat bei jedem Kritikpunkt immer den Respekt vor uns gewahrt. Daher haben mich Heidis Worte nie getroffen. […] Ihre Worte mir gegenüber bei der Halbfinal-Entscheidung werde ich nie vergessen. Wenn eine Heidi Klum zu dir sagt, dass du nicht als Verlierer aus der Show gehst, weil du ein Vorbild bist, dann hast du gewonnen.“
„Ich kann verstehen, dass nicht alle Heidis Entscheidungen nachvollziehen können“
Einige GNTM-Fans waren der Meinung, dass Anika bereits in einer früheren Folge als der Halbfinal-Episode hätte fliegen sollen. Sie empfanden es als nicht gerechtfertigt, dass es die 27-Jährige so weit schaffte, während Publikumslieblinge wie Kandidat Alexavius bereits vorher ausgesiebt wurden.
In den Kommentarspalten diverser Social-Media-Postings wurde der Frust deutlich. Anika meint hierzu im Interview mit BLICK.de: „In erster Linie entscheidet Heidi, wer wann rausfliegt. Ich kann verstehen, dass jeder von uns Fans hat und auch nicht alle Heidis Entscheidungen nachvollziehen können. Ich finde allerdings, dass Hass nichts im Netz zu suchen hat.“ Sie empfinde es als ein Unding, ihr „die Schuld für Heidis Entscheidungen zu geben“: „Das trifft Menschen und das hat auch mich nicht völlig kalt gelassen.“ Dennoch wisse Anika, dass sie in der Sendung „zurecht so weit gekommen“ ist. „Die Zuschauer sind nicht vor Ort und sehen nur das, was im Fernsehen gezeigt wird.“
Klar ist: Die 27-Jährige möchte die wertvollen Erfahrungen, die sie bei GNTM machen konnte, nicht missen. Erhobenen Hauptes versichert sie: „Ich weiß, was ich geleistet habe und bin stolz auf mich.“ Und genau darauf kommt es am Ende auch an.
BLICK.de bedankt sich bei GNTM-Kandidatin Anika Köpfer für das Interview.
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