"Nicht fair": Brian Johnson will (oder darf) nicht über AC-/DC-Zukunft sprechen

Radiointerview "Darauf antworte ich nicht": In einem Radiointerview wurde Brian Johnson zur Zukunft von AC/DC befragt, worauf der Sänger der australischen Kultband ziemlich gereizt reagierte.

Brian Johnson kann wieder live auftreten, nachdem er vor wenigen Jahren mit großen Gehörproblemen und sogar drohender Taubheit zu kämpfen hatte. Auch auf dem letzten AC/DC-Album "Power Up" (2020) war er zur Freude der Fans wieder dabei. Aber wie geht es nun weiter mit ihm und der australischen Kultband? In einem Radiointerview mit Johnson erkundigte sich Moderator Eddie Trunk ("Trunk Nation with Eddie Trunk") nach der Zukunft von AC/DC. Die Antworten des 75-jährigen Rockstars fielen erstaunlich schmallippig aus.

Auf die Frage, ob Johnson in Zukunft wieder mit AC/DC auf Tour gehen werde, entgegnete der Sänger: "Darauf antworte ich nicht. Warum sollte ich?" Die Band bestehe gegenwärtig aus fünf Mitgliedern. Nur einen einzelnen Musiker nach den Zukunftsplänen zu fragen, sei "nicht fair". Man habe ihm gesagt, er solle auf entsprechende Fragen nicht antworten, erklärte Johnson gereizt. "Das ist die offizielle Linie."

"Jetzt wird es klatschblattmäßig"

Eddie Trunk wechselte schließlich das Thema, wollte über ein mögliches neues AC/DC-Album sprechen, aber auch hier verweigerte Johnson die Auskunft. "Jetzt wird es klatschblattmäßig", blockte Johnson ab. "Wenn ich nur eine kleine Sache sage, wird das total aufgeblasen. Ich kann es mir nicht leisten, jetzt darüber zu reden. Es gibt einfach zu viel Geschwätz im Internet. Und ich bin auch nicht bei irgendeinem Face-Ding oder irgendwo sonst in den sozialen Medien - war ich nie. Das ist nichts als Getratsche."

Johnson hatte sich 2016 aufgrund drohender Taubheit vorübergehend aus der Band zurückgezogen, später wurde er für einige AC/DC-Konzerte von Axl Rose (Guns N'Roses) vertreten. 2020 feierte er nach erfolgreicher Behandlung schließlich sein Studio-Comeback, das AC/DC-Album "Power Up" wurde ein internationaler Hit und landete unter anderem in den USA, Großbritannien und Deutschland auf Platz eins. Johnson stand zuletzt auch wieder auf der Live-Bühne, unter anderem trat er bei einem Tribut-Konzert für den verstorbenen Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins auf. Sein bislang letztes Konzert mit AC/DC absolvierte Johnson im Frühjahr 2016; zur "Power Up"-Platte gab es keine begleitende Tour.

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