Das ARD-Erfolgsformat „Immer wieder sonntags“ startete vor wenigen Wochen in seine letzte Saison. Wie bekannt wurde, wird die Schlagersendung wegen finanzieller Gründe eingestellt. Im September läuft im Ersten die finale Live-Ausgabe – danach ist für immer Schluss. Nicht nur für die Zuschauer, auch für Moderator Stefan Mross kam die Verkündung des „Immer wieder sonntags“- Aus völlig überraschend. Er war schockiert, als er davon erfahren hat, und alles andere als begeistert. Laut Medienberichten bezeichnete Mross die Art, wie ihm die Absetzung vonseiten der ARD mitgeteilt wurde, als „eiskalt“.
„Immer wieder sonntags“-Aus: Was Stefan Mross jetzt plant
Trotz allem Frust weiß der Entertainer, dass er sich in einer Hinsicht glücklich schätzen kann. Obwohl seine Moderationstätigkeit für „Immer wieder sonntags“ nach diesem Jahr wegfällt, ist er beruflich weiterhin ausgelastet. Der 50-Jährige bleibt der TV-Landschaft als Moderator erhalten und ist bekanntlich auch als Musiker aktiv. Zudem plant er für das nächste Jahr die Tour „Immer wieder Stefan“ – angelehnt an „Immer wieder sonntags“ soll das Format den Geist der beliebten Sendung am Leben halten.
Mross will auf die Schlager- und TV-Branche nicht verzichten, ebenso umgekehrt. Doch welcher Aufwand hinter seinen Bühnen- und Fernsehauftritten steckt, ist oft vielen nicht bekannt. In seinem Podcast gibt er Aufschluss.
„Teilweise Fernfahrer“: Stefan Mross klärt über Job auf
Als Schlagerstar und generell als Musiker müsse man für einzelne Auftritte oft viel Zeit investieren, meint Stefan Mross in seinem Podcast „Schlagertalk“. „Man ist ja teilweise für eine viertel Stunde oder für 20 Minuten, die man auf der Bühne steht, für 400 oder 500 Kilometer unterwegs“, so der Sänger. Wer mit dem Auto unterwegs ist, braucht im Schnitt für eine Strecke von 400 oder 500 Kilometern zwischen vier und fünfeinhalb Stunden Fahrzeit. Rechnet man dann noch Proben und Soundchecks ein, ist es offenbar nicht ungewöhnlich, dass ein Schlagerstar wie Stefan Mross für einen einzelnen Auftritt fast einen ganzen Tag beschäftigt ist. Das mit der Öffentlichkeit zu teilen, scheint dem „Immer wieder sonntags“-Moderator ein wichtiges Anliegen: „Da möchte ich ganz ehrlich sein. Es hängt ja einiges dahinter.“
Für gut gebuchte Musiker und Entertainer ist es demnach unumgänglich, viel im Auto oder Tourbus zu sitzen. Mross meint augenzwinkernd: „Wir sind ja teilweise Fernfahrer, und dann steht man auf der Bühne.“
Für ZDF-Zuschauer: Stefanie Hertel nimmt großen Aufwand in Kauf
Stefan Mross‘ Ex-Frau und Sängerkollegin Stefanie Hertel weiß offensichtlich ganz genau, wovon der 50-Jährige spricht. Die gebürtige Vogtländerin gehört in der Schlagerbranche seit vielen Jahren zu den ganz Großen – ist wie Mross zugleich als Musikerin und Moderatorin tätig. Am vergangenen Wochenende hat Hertel für einen einzelnen Auftritt rund 730 Kilometer hinter sich gelassen, wie „Merkur“ berichtet. Am Samstagabend (20. Juni) stand sie als Moderatorin für die Show „Wenn die Musi spielt“ im österreichischen Bad Kleinkirchheim auf der Bühne. Im Anschluss nahm die beliebte Sängerin direkt Fahrt nach Mainz auf, wo sie im „ZDF-Fernsehgarten“ bei Andrea Kiewel einen Auftritt hatte.
Für eine Strecke von 730 Kilometern ist man im Schnitt sieben bis acht Stunden mit dem Auto unterwegs. Ein großer Aufwand, den Stefanie Hertel für das „ZDF-Fernsehgarten“-Publikum jedoch offenbar gern auf sich nahm.
Ballermann ruft: „Fliege teilweise nur wegen einem Auftritt hin“
Wenn eine Bühne mit dem Auto nicht erreichbar ist, heißt es: Ab ins Flugzeug. Das beweist Schlagersängerin Marie Reim, die für Auftritte im Megapark auf Mallorca regelmäßig zwischen Deutschland und der Baleareninsel pendelt. Stefan Mross will von der Blondine in seinem Podcast wissen: „Wie muss man sich das vorstellen? Also man fliegt da runter, geht auf die Bühne… Ist so ein Auftritt dann zweimal am Tag, oder fliegt man wirklich nur wegen einem Auftritt runter?“ Marie Reim erklärt, sie fliege „teilweise wirklich nur wegen einem Auftritt hin. Manchmal sogar an einem Tag hin und am selben Tag zurück“. Mross zeigt sich erstaunt. Ob der 50-Jährige selbst auch diesen Aufwand auf sich nehmen würde, lässt er im Podcastgespräch offen.
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