"Gran Turismo" steht bei Sony nicht mehr nur für fast 30 Jahre digitale Autoliebe, PS-Irrsinn und Detailversessenheit, sondern mittlerweile auch für echten Rennsport und den Sprung auf die große Kinoleinwand. Ein Blick zurück zeigt, wie sich die Reihe im Lauf der Jahre immer weiterentwickelt hat - und unlängst den Meilenstein von 100 Millionen verkauften Exemplaren erreichen konnte.
-
1/33
Das Feld der Rennsimulationen ist inzwischen riesengroß, am Branchenprimus kommt aber bis heute niemand vorbei: "Gran Turismo" gilt als Nonplusultra im Bereich des virtuellen Racings. Inzwischen ist die Reihe rund 28 Jahre alt und feierte unlängst 100 Millionen verkaufte Exemplare weltweit. Die Galerie blickt zurück und zeigt, wie sich "GT" seit 1997 immer weiterentwickelt hat - und welche anderen Erfolgsgeschichten aus ihr hervorgingen. Foto: Sony -
2/33
Der Mann, ohne den es "Gran Turismo" nie gegeben hätte - Fans der Reihe erkennen ihn sofort: Kazunori Yamauchi, selbst leidenschaftlicher Rennfahrer und inzwischen Vizepräsident von Sony Computer Entertainment, war von Beginn an dabei und ist bis heute Chef der Entwicklerfirma Polyphony Digital. Foto: AFP/Jorge Guerrero/Getty Images -
3/33
Fünf Jahre lang arbeiteten Yamauchi und sein Team an der "Gran Turismo"-Idee, bis im Dezember 1997 endlich der erste Teil auf den Markt kam. Das Spiel, exklusiv für die PlayStation One veröffentlicht, verdeutlichte bereits im Titel, welchen Anspruch man bei der Entwicklung hatte: "Gran Turismo - The Real Driving Simulator". Die damals revolutionäre 3D-Grafik ließ staunen. Foto: Sony -
4/33
Schon das erste "Gran Turismo" fokussierte sich auf ein möglichst realistisches Fahrerlebnis und setzte nicht nur in Sachen Fahrphysik Maßstäbe. Zum Spielprinzip gehörte schon damals das Verdienen von Geld beziehungsweise Credits, um damit einen schönen Fuhrpark auf- und mit Tuning-Teilen auszubauen. Dank entsprechender Lizenzen natürlich mit "echten" Autos und nicht mit irgendwelchen Fantasie-Flitzern. Foto: Sony -
5/33
Die bis dahin mit Abstand ausgefeilteste Rennsimulation war auch aus kommerzieller Sicht ein echter Hit: "Gran Turismo" wurde mit elf Millionen verkauften Kopien zum erfolgreichsten Titel der PlayStation-1-Ära. Foto: Sony -
6/33
Zwei Jahre nach dem ersten Teil der Reihe kam 1999 der Nachfolger "Gran Turismo 2" für die PSOne auf den Markt. Die Hauptargumente: bessere Grafik, umfangreichere Rennserien, mehr Strecken und vor allem: viel mehr Autos. Foto: Sony -
7/33
Von Chevrolet bis VW, von Nissan bis Renault: Knapp 50 Auto-Hersteller aus aller Welt waren in "Gran Turismo 2" vertreten. Insgesamt konnte der Spieler seine Credits in 650 verschiedene Neu- oder Gebrauchtwagen investieren - beim Vorgänger waren es "nur" 180. Foto: Sony -
8/33
Zwischendurch mal seitwärts durch die Kurve: Nachdem zuvor bereits einige "Colin McRae Rally"-Spiele großen Anklang bei der Gaming-Community gefunden hatten, setzte man auch bei "Gran Turismo 2" erstmals auf entsprechende Offroad-Strecken. Foto: Sony -
9/33
Eine neue Konsole, ein neues "Gran Turismo", ein völlig neues Level. "Gran Turismo 3: A-Spec" reizte die technischen Möglichkeiten der PlayStation2 aus wie kein anderes Rennspiel dieser Zeit. Foto: Sony -
10/33
Kleiner Wermutstropfen für die Fans: Anstelle der 650 Autos von "Gran Turismo 2" hatte der dritte Teil "nur" noch 181 Wagen im Angebot. Die Fans waren trotzdem begeistert. "Gran Turismo 3" verkaufte sich 15 Millionen Mal und ist damit das bis heute meistverkaufte Spiel der "GT"-Reihe. Foto: Sony -
11/33
Ein bisschen Rennspaß für Zwischendurch? Nein, die "Gran Turismo"-Serie sprach trotz Arcade-Modus vor allem Hardcore-Gamer an, die das Rennen am Bildschirm wirklich ernst nehmen. Und gerne etwas mehr Zeit investieren: Bei "Gran Turismo 3" gab es erstmals echte Ausdauerrennen. 150 Meilen auf dem Super Speedway oder zwei Stunden Trial Mountain - es gab mehr als genug Spieler, die derlei "Herausforderungen" begeistert durchzogen. Foto: Sony -
12/33
"Gran Turismo 3" war für damalige Verhältnisse ein visuelles Meisterwerk, versprach langfristigen Spielspaß und bot bisher nie dagewesene Möglichkeiten für Tuning-Fans. Aufhängung, Bremsen, Stoßdämpfer, Getriebe, und wenn es die Credits irgendwie hergeben, natürlich ein Turbolader - für Schrauber war "Gran Turismo 3" ein echtes Paradies. Foto: Sony -
13/33
2005, der letzte große Tusch der PlayStation2-Ära: "Gran Turismo 4". Die Fans hatten lange warten müssen und waren zwischendurch mit einem "Prologue" vertröstet worden, aber der vierte Teil erfüllte in der Vollversion alle Erwartungen. In Sachen Grafik wurde noch einmal draufgelegt, vor allem aber wurde alles noch umfangreicher als je zuvor. Foto: Sony -
14/33
"Gran Turismo 4" enthielt 722 verschiedene Autos von 80 Herstellern, 51 Rennstrecken sowie viele neue - und noch zeitintensivere - Spielmodi. Es soll Spieler gegeben haben, die im Ausdauerrennen wirklich 24 Stunden auf der Nordschleife absolvierten. Dank neuem B-Spec-Modus konnte man die Rennen aber auch in Echtzeit simulieren, um an die ganz großen Credit-Töpfe zu kommen. Foto: Sony -
15/33
Für "Gran Turismo 4" war erstmals in der Geschichte der Reihe ein Online-Modus im Gespräch, am Ende wurde daraus nichts. Dafür wurde in dem Spiel ein Fotomodus eingeführt. Moment, man "fotografiert" Autos in einem Videospiel? Genau, in dem Fall natürlich vor schönen Kulissen oder aus besonders spektakulären Winkeln - ein Feature, das anfangs vielleicht etwas schräg wirkte, aber vielen "Gran Turismo"-Fans sehr ans Herz gewachsen ist. Foto: Sony -
16/33
Nach einer erneuten "Prologue"-Vorabversion kam 2010 endlich "Gran Turismo 5" auf den Markt, der erste vollwertige Teil der Reihe für die PlayStation3. Das Spiel enthielt über 1.000 Fahrzeuge, 72 Strecken und darüber hinaus einige bahnbrechende Neuerungen. -
17/33
Dynamische Wetterbedingungen, komplett überarbeitete Schadensmodelle und dazu natürlich eine herausragende Grafik am Hardware-Limit: "Gran Turismo 5" hob das Rennspiel-Genre in Sachen Realismus wieder mal auf ein neues Niveau. -
18/33
Nachdem es beim Vorgänger noch nicht geklappt hatte, kam mit "Gran Turismo 5" endlich auch der lang ersehnte Online-Modus. -
19/33
Zu dieser Zeit wurde außerdem die "GT Academy" gegründet, eine revolutionäre Schnittstelle zwischen virtuellem und echtem Rennsport: Die besten "Gran Turismo"-Spieler bekamen die Möglichkeit, sich von Profis als echte Rennfahrer schulen zu lassen. Auf einer solchen Erfolgsgeschichte fußt der aktuelle Kinofilm. Foto: 2022 CTMG -
20/33
In "Gran Turismo 5" bot Polyphony mehr Autos, als je ein Gamer fahren konnte, im sechsten Teil setzte man noch einmal einen drauf: "Gran Turismo 6" (2013, PS3) enthielt unvorstellbare 1.200 Fahrzeuge. Vom Oldtimer über den Kleinwagen bis zum Supersportler war für jeden Geschmack etwas dabei. Im Rahmen des "Vision GT"-Projekts entwickelten die Hersteller außerdem exklusive Concept-Cars für "Gran Turismo". Foto: Sony -
21/33
Die offiziellen Hersteller-Lizenzen waren von Beginn an ein großer Trumpf der "GT"-Reihe, mit dem sechsten Teil dachte man aber weit über die Autos hinaus. Es gab unter anderem Kooperationen mit der NASCAR-Serie sowie dem internationalen Rennsport-Dachverband FIA und damit erstmals auch entsprechende Spielinhalte - "Gran Turismo" und echter Motorsport wuchsen noch enger zusammen. Foto: Sony -
22/33
Ein Rennen auf dem Mond? Nicht ganz, aber in der Rubrik "Kaffeepause" bot "Gran Turismo 6" ein paar nette kleine Mini-Games. Kegel umfahren, mit einem Liter Sprit so viele Kilometer wie möglich zurücklegen - oder eben einen kleinen Ausflug mit dem Lunar Roving Vehicle machen. Foto: Sony -
23/33
"Gran Turismo Sport" (2017) war das erste Spiel der Reihe für die PlayStation4, wird aber offiziell nicht als eigenständiger Teil gezählt. Dabei bedeutete dieses Spiel eine echte Zäsur für die "Gran Turismo"-Serie. Allerdings auch eine, die vielen Traditionalisten vor den Kopf stieß ... Foto: Sony -
24/33
Einen Online-Modus hatte es schon vorher gegeben, in "Gran Turismo Sport" wurde quasi das gesamte Spiel darauf ausgerichtet. Es gab diverse Online-Rennen und -Meisterschaften, man konnte "Verträge" bei verschiedenen Herstellern unterschreiben - und beim Online-Wettstreit (wahlweise auch im VR-Modus) kam es nicht nur darauf an, wer am schnellsten fährt ... Foto: Sony -
25/33
Zwei Parameter bestimmten, wer gegen wen antritt: das "Driver Rating", das sich direkt von der eigentlichen Rennleistung ableitete, und das "Sportsmanship Rating", das Straßen-Rowdys und Geisterfahrer von "sauberen" Spielern trennte. So war immer für Multiplayer-Duelle auf Augenhöhe gesorgt. Foto: Sony -
26/33
Unter Rennspiel-Fans ist es längst eine feste Regel: Was eine neue Konsole wirklich kann, weiß man erst, wenn das nächste "Gran Turismo" da ist. Das galt auch wieder für die PlayStation 5 und "Gran Turismo 7", das im März 2022 auf den Markt kam. Für viele Gamer wäre dieses Spiel alleine Grund genug, sich eine PS5 und einen UHD-Fernseher zuzulegen. Foto: Sony -
27/33
PS5-Besitzer durften sich bei "Gran Turismo 7" über einen echten Konsolen-Belastungstest mit haptischen Triggern, 3D-Sound und rasend schnellen, ultrahochauflösenden Bildern freuen. Da auf dem Markt aber lange Zeit große PS5-Knappheit herrschte, erschien "GT 7" auch für die PlayStation 4. Foto: Polyphony Digital, Sony -
28/33
Bei "Gran Turismo Sport" waren zum Start "nur" etwa 160 Autos verfügbar, bei "Gran Turismo 7" setzte Polyphony wieder auf einen etwas breiteren Fuhrpark mit zunächst 400 Autos. Es gab neben den vielen bewährten E-Sports-Meisterschaften auch wieder eine große "GT"-Kampagne für Solo-Spieler sowie spannende Experimente mit neuen Rennformaten, beispielsweise Drag-Races. Foto: Sony -
29/33
Vom Gamer zum Profi-Rennfahrer: "Gran Turismo" (Kinostart: 10. August 2023) war keine Games-Verfilmung im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr eine Erfolgsgeschichte aus Sonys "GT Academy", wo junge Racing-Talente den Controller gegen ein echtes Lenkrad eintauschen und den Grundstein für eine Profi-Karriere legen können. Foto: Sony Pictures -
30/33
Der Film basiere laut Regisseur Neill Blomkamp ("District 9") auf einer wahren Geschichte über Jann Mardenborough (Bild), der das Fahren lernte, indem er das Spiel spielte, bevor er im wirklichen Leben eine Profi-Karriere startete: "Es ist einfach eine erstaunliche Geschichte." Foto: Sony Pictures -
31/33
Besagter Gamer, gespielt von Archie Madewke, wird von einem Marketing-Manager (Orlando Bloom, "Herr der Ringe") entdeckt und soll in der GT Academy den Sprung vom virtuellen Rennen in den realen Rennsport meistern. Dort ist die Skepsis unter den Trainern und "echten" Rennfahreren zunächst groß. Foto: Sony Pictures -
32/33
Der "Gran Turismo"-Film spielte weltweit über 120 Millionen US-Dollar ein - bei einem Budget von rund 60 Millionen Dollar. Foto: Sony Pictures -
33/33
Zur Feier von 100 Millionen verkauften Exemplaren der "Gran Turismo"-Reihe veröffentlichte Sony im September 2025 ein kostenloses und umfangreiches "Spec III"-Update, das neue Strecken, Fahrzeuge und Funktionen bot. Foto: Sony




